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Tengelmann darf Woolworth übernehmen

Tengelmann darf Woolworth übernehmen

Frankfurt/Bonn - Die Tengelmann-Gruppe darf wie geplant die insolvente Billigkaufhauskette Woolworth übernehmen. Das Bundeskartellamt hat das Geschäft für sämtliche 162 Filialen mit zusammen 4300 Mitarbeitern wettbewerbsrechtlich genehmigt, wie die Behörde am Mittwoch bestätigte.

Gleichzeitig hat die Großzahl der Woolworth-Vermieter der Übernahme und Mietverträgen mit dem neuen Eigentümer zugestimmt, wie Insolvenzverwalter Ottmar Hermann in Frankfurt berichtete. Die Befragung der Vermieter sei noch nicht abgeschlossen. Nach jetzigem Stand könnten mindestens 140 der 162 Filialen am 1. Juli dem neuen Eigentümer übergeben werden. Vor allem der Finanzinvestor Cerberus hatte als Hauptvermieter von Woolworth auf den Zuschlag für das Tengelmann-Konsortium gedrängt.

«Ich freue mich für die Mitarbeiter, dass sie nach der Zeit der Ungewissheit wieder eine neue Perspektive und Sicherheit an der Seite eines starken strategischen Investors haben», erklärte Hermann. Nunmehr seien alle Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt, ergänzte die Prokuristin der Miterwerberin HH-Holding, Maike Joost.

Die Käufer haben angekündigt, Woolworth kräftig auszubauen. In einigen Jahren könne das Filialnetz auf 500 und später sogar auf 1000 Läden wachsen, hieß es. Die Arbeitsverträge der Woolworth-Mitarbeiter sollen zunächst ein Jahr zu unveränderten Bezügen weitergeführt werden. Nicht übernommen wird die Frankfurter Woolworth-Zentrale mit rund 200 Beschäftigten. Den Einkauf will Tengelmann zentral aus dem westfälischen Bönen steuern, wo bereits die Textiltochter Kik und die HH-Holding sitzen.

In der im April des Vorjahres eingeleiteten Woolworth-Insolvenz sind 150 meist kleinere Filialen geschlossen und zum Teil an andere Einzelhändler verkauft worden. In den übrigen 162 Geschäften wurde ein neues Konzept mit einem kleineren Sortiment umgesetzt.

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Datum:  2.6.2010
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