Der Hamburger Winter zeigt sich von seiner kältesten Seite und hält Streudienste, Polizei und Feuerwehr weiter auf Trab. Bei der Hotline der Stadtreinigung (040 - 25761313), die seit Dienstagmorgen um sieben Uhr geschaltet ist, liefen die Drähte heiß: Allein in den ersten vier Stunden hätten gut 12 500 Bürger angerufen, um nicht gestreute Flächen zu melden, erklärte die Pressestelle der Stadtreinigung auf Anfrage. Die 55 Mitarbeiter am Telefon konnten jedoch nur 1500 Anrufe annehmen.
Einsatzkräfte sicherten daraufhin die gemeldeten öffentlichen Gehwege, während Hauseigentümer vom zuständigen Bezirksamt direkt auf ihre Räumungspflicht hingewiesen würden. Von den 1000 zusätzlichen Helfern der Stadtreinigung kümmerten sich allein 700 um die telefonisch angegebenen Eisflächen. Die restlichen Kräfte sicherten Fahrbahnen, Zebrastreifen und Mittelinseln.
Unterdessen wies der Hamburger CDU-Politiker Bernd Röger die Vorwürfe zurück, er habe die Straße, in der er wohnt, aus privatem Interesse räumen lassen. Röger, der in dieser Straße wohnt, äußerte sich dazu: „Wenn der Eindruck entstanden ist, dass ich hier als Politiker bevorzugt behandelt werden wollte, tut mir dies leid.“ In der vereisten Straße hätte auch für die vielen älteren Anwohner eine Gefahrensituation bestanden.
Die Polizei registrierte am Dienstagmorgen doppelt so viele Unfälle wie an normalen Tagen. Allein zwischen sechs und vierzehn Uhr sind nach Angaben der Verkehrsleitstelle in der Hansestadt rund 200 Unfälle gemeldet worden. Dabei sei es kaum zu schweren Unfällen gekommen, hauptsächlich handelte es sich um Sachschäden. Viele der Unfälle passierten in Nebenstraßen, die im Unterschied zu den Hauptstraßen kaum gestreut seien, sagte ein Sprecher der Verkehrsleitstelle.
Etwa in der gleichen Zeit half die Feuerwehr etwa 180 Menschen, die aufgrund von Glatteis verunglückten. Betroffen waren Bürger jeder Altersgruppe in ganz Hamburg. Rettungskräfte rückten bei der momentanen Witterungslage zu 850 bis 1200 Einsätzen am Tag aus. Das liege weit über dem Durchschnitt von 630 Einsätzen, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr.
Das eisige Wetter macht auch der Binnenschifffahrt zu schaffen. Der Mittellandkanal bleibe vorerst gesperrt, teilte die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Hannover am Dienstag mit. Lediglich die Strecke zwischen Minden und Hannover sei befahrbar, allerdings nur mit Hilfe von Eisbrechern. Der Elbe-Lübeck-Kanal ist nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lauenburg noch nicht frei, ebenso wie der Elbe-Seitenkanal. Hier ist schon seit dem 14. Januar keine Schifffahrt mehr möglich. „Einen Termin für den Eisaufbruch gibt es derzeit noch nicht“, sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Uelzen, Martin Köther.
Der Zirkus India beendete vorzeitig sein Hamburger Gastspiel auf dem Heiligengeistfeld. Kälte, Eis und Schnee haben die Arbeit der Künstler erschwert und viele Hamburger von einem Besuch der Zeltpaläste abgehalten. Der Ticketverkauf konnte die Kosten nicht mehr decken. Da die Wetterprognosen für die geplante Veranstaltungsdauer bis Ende Februar keine Besserung vorhersagen, sehe sich der Veranstalter gezwungen, die India-Tournee bis auf weiteres einzustellen.
(jk/dpa)
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?