Es ist Hamburgs süße Spezialität. Wie Franzbrötchen ursprünglich entstanden sind, darum ranken sich Legenden. Fest steht nur: Die zimtigen Backwerke sind so beliebt, dass immer mehr ungewöhnliche Variationen hinzukommen. Und die Begeisterung der Hamburger geht sogar so weit, dass es im kommenden Monat erstmals einen Franzbrötchen-Kongress gibt!
Mehl, Hefe, Butter, Zucker und natürlich Zimt - die wichtigsten Zutaten für Franzbrötchen. Statt nur die klassische Version haben die meisten Bäckereien mittlerweile mehrere Varianten hinter dem Tresen. Von Kürbiskern- über Kirsch- bis hin zum Schoko-Franzbrötchen ist alles dabei.
"Seit etwa drei Jahren erhöht sich die Anzahl der Varianten immer mehr", sagt Autor Manfred Beseler (46), Chef des Hamburger Franzbrötchen-Verlags und Fachmann dieses Backwerks. "Ich gehe davon aus, dass die Bäckereien mit den neuen Kreationen die Kunden erreichen wollen, die klassische Franzbrötchen nicht mögen", sagt er.
Wem die Hamburger den 400-Kalorien-Genuss zu verdanken haben, darüber gibt es unterschiedliche Theorien. Eine besagt, dass es Franzbrötchen seit dem 19. Jahrhundert gibt und es davor ein "Franzbrot" gab, ein Baguette. Nach der Jahrhundertwende begann eine Bäckerei, ihre Franzbrötchen in einer Fettpfanne zu veredeln. Eine weitere These besagt, dass ein Altonaer Bäcker sie erfunden hat.
Die MOPO stellt neue Mitglieder der Franzbrötchen-Familie vor. Franz-Fans sollten sich den 2. Mai freihalten. Der Franzbrötchen-Verlag und das Kulturwerk West (Kleine Freiheit 42, St. Pauli) veranstalten den ersten Franzbrötchen-Kongress - mit Wettbewerb (12-16 Uhr). Bäcker reichen Kreationen ein, die Besucher dürfen urteilen. Info: www.franzbroetchen.de.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?