Hat sich die Hamburger Schulbehörde mit ihren vielen Reformen übernommen? Die Leitungen der Hamburger Förder- und Sonderschulen haben in einem Brief an die Behörde jetzt heftige Kritik am neuen Integrations-Konzept für behinderte Schüler geübt. "Mehr Integration ist ohne zusätzliche Ressourcen nicht möglich", heißt es in den Schreiben. "Der Hamburger Senat kürzt die sonderpädagogische Förderung für das einzelne Kind."
Hintergrund ist, dass Sonderschulen in Hamburg irgendwann nicht mehr nötig sein sollen. Denn die Bildungsbehörde will behinderte Kinder besser integrieren und sie dazu auf die gleichen Schulen schicken wie alle anderen Kinder. Schon ab dem nächsten Schuljahr dürfen Eltern ihre behinderten Kinder in der ersten und fünften Klasse auf Regelschulen schicken - wenn sie wollen.
Bisher gehen 86 Prozent der behinderten Kinder in Hamburg auf Sonderschulen. Damit die Kinder auch an den Regelschulen ihre spezielle Förderung bekommen, werden Sonderschullehrer zeitweise an die Schule kommen und an Sonderschulen abgezogen.
Hier greift die Kritik der Leiter ebendieser Schulen. "Integration ist ohne zusätzliche Mittel nicht möglich." De facto kürze der Senat hier die sonderpädagogische Förderung für jedes einzelne Kind.
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