Was wird aus den 23 Starterschulen, die in diesem Sommer mit der fünften Klasse der Primarschule beginnen sollten? Sie können offensichtlich die nächsten zwei Schuljahre weitermachen. Allerdings nur, wenn die Eltern das auch wollen. Dazu sollen sie aus Sicht von Politik und Behörde nun erneut angehört werden. Das ergab gestern der Schulausschuss.
Ein möglicher langfristiger Schulversuch „Primarschule“ hingegen wird immer unwahrscheinlicher. Es fehlt an politischer Unterstützung. So betonte Ties Rabe (SPD): „Der Wählerwille war eindeutig, Primarschulen sind nicht gewollt.“
CDU und GAL äußersten sich erst gar nicht zum Thema Schulversuch. Und selbst Senatorin Christa Goetsch (GAL) gab kein positives Signal. Sie betonte, wie enorm hoch die Hürden für diesen Schulversuch liegen. Goetsch: „Ich habe nicht die Sorge, dass hier groß Schulen einen Antrag stellen.“
Bei Primarschul-Befürwortern wird das als taktisches Manöver gewertet. Goetsch wolle so der Kritik entgehen, den Volksentscheid nicht zu respektieren. Wenn sich die Lage beruhigt habe, könne ein Schulversuch doch durchsetzbar sein. Einzig die Linke wollte gestern Schulversuchen nicht abschwören. (san)