Sie helfen Nachbarn, unterstützen soziale Einrichtungen oder machen sich für die Schwächsten unserer Gesellschaft stark - alles ohne einen Cent Bezahlung: 24 dieser Alltagshelden stellen MOPO und MOPO am Sonntag in der Weihnachtszeit täglich vor - und belohnen sie mit einem Gutschein von "Saturn" in Höhe von 1000 Euro.
Ein Mal im Jahr wird Horst Bimber zum Helden der ärmsten Kinder Hamburgs. Dann klebt sich der 70-Jährige einen weißen Wattebart an, zieht sich sein rotes Weihnachtsmannkostüm über und geht dorthin, wo die Kinder leben, deren Eltern kein Geld für Geschenke haben. Es sind Kinder, deren Wünsche nie in Erfüllung gehen, Kinder, die Weihnachten oft nur aus dem Fernsehen kennen. Horst Bimber beschert ihnen ein klein wenig Glück.
Im Aufenthaltsraum des "Ella"-Kulturhauses in Langenhorn herrscht helle Aufregung. Die Kinder starren auf den roten Vorhang vor der Tür, sie kichern und tuscheln. Plötzlich erklingt eine Glocke und durch die Tür kommt der verkleidete Horst Bimber. Er zieht einen reich geschmückten Schlitten hinter sich her, der voll beladen ist mit Geschenken.
"Das ist ja gar kein echter Weihnachtsmann!", ruft Jasmin (5). "Seit wann hat ein Weihnachtsmann eine Jeans an?" Trotzdem setzt sie sich wie die anderen zu dem willkommenen Gast, der zunächst ein Märchen erzählt und bald darauf die Gaben verteilt. Aufgeregt reißen die Kinder das Geschenkpapier auf und bringen Puppen, Plüschtiere, Spiele, Bücher und Spielzeugautos zum Vorschein - Spenden gütiger Hamburger, die Horst Bimber seit Wochen zusammengetragen hat.
Seit sieben Jahren macht Bimber diese Weihnachtsbescherung für bedürftige Kinder. Er war in Frauenhäusern, bei alleinerziehenden Müttern oder in Kinderkrankenhäusern. "Wir haben so viel Armut in der Stadt, das glaubt man gar nicht", sagt der pensionierte Sozialarbeiter, der in seinem Leben schon viel gesehen hat: Kinder mit drogenabhängigen Eltern, Kinder mit ständig betrunkenen Eltern, Kinder, die stehlen gehen mussten, weil sie sonst nichts zu essen bekamen. "Die Kinder sind diejenigen, die am meisten unter der Armut leiden und am wenigsten dafür können."
Ihnen möchte Bimber mit den Weihnachtsgeschenken etwas Gutes tun. "Es ist nicht viel", sagt er bescheiden. "Aber wenn ich in die leuchtenden Augen dieser Kinder sehe, bin ich glücklich."