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HAMBURG HAT GEWÄHLT

»Das ist ein echtes Desaster für die SPD!«

Hochspannung bei Hamburgs Politikern. Die ersten Prognosen und Hochrechnungen verfolgten die Spitzenkandidaten im Rathaus. Dort liefen im Medienzentrum alle Fäden zusammen. Doch als die ersten Zahlen bekannt gegeben wurden, gab es vor allem bei der SPD lange Gesichter.



Super Stimmung dagegen bei der Wahlparty der CDU im "Edelfettwerk" (Eidelstedt): "Ich habe damit gerechnet, dass es für Schwarz-Gelb eine knappe Mehrheit geben wird. Das wäre gut für Deutschland", sagte Innensenator Christoph Ahlhaus.



Im Kurt-Schumacher-Haus in St. Georg herrschte angesichts von katastrophalen Werten unter 23 Prozent dagegen Schockstarre: "Ein herber Schlag und ein Desaster für die SPD. Wir werden uns auf einen kämpferische Opposition einstellen", kommentierte ein sichtlich ernüchterter Andreas Dressel die ersten Hochrechnungen. Landeschef Ingo Egloff: "Ich bin tief enttäuscht. Es tut mir vor allem Leid für die Genossen, die in den letzten Wochen schon früh morgens mit Herzblut Wahlkampf machten. Aber es ist uns im Wahlkampf offensichtlich nicht gelungen, die unterschiedlichen Konturen zwischen unserer Politik und Schwarz-Gelb deutlich zu machen." Die geringe Wahlbeteiligung (70 Prozent, 7,5 Prozent weniger als 2005) ist ein Alarmzeichen für alle demokratischen Parteien."



FDP-Spitzenkandidat Burkhardt Müller-Sönksen (FDP) schwelgte hingegen ganz in seinem Glück. Er feierte bei "Bobby Reich" an der Alster: "Für die FDP ist das ein historisches Ergebnis."



Begeisterung auch bei der Spitzenkandidatin der Linken, Regine Brüggemann: Ein "sensationelles Ergebnis!" "Das zeigt, dass Frieden und soziale Gerechtigkeit der Bevölkerung wichtig sind", freute sie sich im Bürgerhaus Wilhelmsburg.



Anjes Tjarks, Stellvertretender Landeschef der GAL war im "Herzblut" auf St. Pauli trotz des zweistelligen wertes seiner Partei etwas ratlos: "Ich sehe das Ergebnis mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Wir konnten die schwarz-gelbe Mehrheit nicht verhindern, aber die Grünen haben ihr bestes Ergebnis aller Zeiten eingefahren."

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Datum:  28.9.2009
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