Peinlich, peinlich, Herr Röder: Der Bürgerschaftspräsident hat die MOPO angeflunkert, um einen Sondereinsatz der Stadtreinigung vor seiner Haustür zu verschleiern! Jetzt zahlt der reuige Sünder 1000 Euro.
Berndt Röder (CDU) ging das Eis vor der Haustür mächtig auf den Wecker. Prompt sorgte er bei der Stadtreinigung dafür, dass diese am Freitag ein Räumkommando in die Frustbergstraße (Groß Borstel) sc hickte.
Die MOPO berichtete gestern über Röders privaten Eis-Einsatz. Zuvor ließ dieser der MOPO ausrichten, er habe damit nichts zu tun und könne sich nicht erklären, wieso ausgerechnet seine Straße plötzlich eisfrei sei.
Gestern waren dann ganz andere Töne vom obersten Parlamentarier zu vernehmen: "Es ging nicht um meinen persönlichen Vorteil." Er habe "auf die bedrohliche Lage aufmerksam gemacht", da die Straße für ältere Besucher eines Freizeitzentrums unpassierbar sei. "Wenn der Eindruck entstanden ist, dass ich bevorzugt behandelt werden sollte, tut mir dies leid."
Nicht das erste Mal, dass Röder auffällt: 2004 soll er den Alarmknopf im Rathaus ausgelöst haben - um zu gucken, wie schnell die Polizei vor Ort ist. Röder bestritt dies - zahlte aber 2500 Euro Geldbuße.
Auch jetzt greift er wieder in die Brieftasche, aber freiwillig. "Um jeglichem Eindruck entgegenzuwirken, einen Vorteil erlangt zu haben, werde ich dem Roten Kreuz 1000 Euro spenden", teilte Röder (Monatsverdienst knapp 7000 Euro) gestern mit.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?