Hagenbeck kann aufatmen: Der Rettungsplan für den finanziell angeschlagenen Tierpark steht! Nach MOPO-Informationen stellt der Senat 1,5 Millionen Euro als Investitionshilfe bereit.
Die gewünschte Ausfallbürgschaft zur Deckung plötzlicher Einnahmeausfälle wird es nicht geben. Die Stadt verpflichtet sich aber einzuspringen, falls das traditionsreiche Areal in Zukunft unverschuldet in eine finanzielle Schieflage gerät.
Mit der Geldspritze, die der Senat vermutlich nächsten Dienstag endgültig absegnen wird, soll der Investitionsstau bei Hagenbeck aufgelöst werden. Der unter Denkmalschutz stehende große Kletterfelsen, auf dem sich Menschenaffen tummeln, ist dringend sanierungsbedürftig. Und auch in das Wapiti-Gehege müsse investiert werden, heißt es.
Geld, das Hagenbeck aus eigener Kraft nicht aufbringen kann. Denn die Einnahmen decken derzeit bestenfalls die laufenden Kosten. Täglich verschlingt der Betrieb des Zoos allein 22000 Euro (MOPO berichtete). Zudem beklagte Tierpark-Chef Joachim Weinlig-Hagenbeck noch Anfang August einen Besucherschwund um rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das schlechteste Geschäftsjahr seit 30 Jahren war auch der Grund dafür, dass Hagenbeck die Stadt um Hilfe bat. Dass es nun eine Lösung gibt, will offiziell noch niemand bestätigen. Kulturbehörden-Sprecher Björn Marzahn vieldeutig: "Hagenbeck gehört zu Hamburg wie der Hafen. Bis Ende September fällt die Entscheidung im Senat, danach ist die Bürgerschaft am Zug."