MOPONews
News

HAFENCITY

Ramme bringt Hamburg um den Schlaf

Wumm! Wumm! Wumm! Das Kettenrammgerät "Hitachi CX 700" ist ein 130-Tonnen-Koloss - und der macht keine halben Sachen. In der Nacht zum Mittwoch riss der blau-gelbe "Dieselrammbär" mit Standort HafenCity im Auftrag der Bahn halb Hamburg aus dem Schlaf.



Bernd Matheja (51) wohnt an der ruhigen Schlüterstraße, rund fünf Kilometer Luftlinie von der Bahnbaustelle an der Versmannstraße entfernt: "Um 1.04 Uhr wurde ich das erste Mal durch ein rhythmisches Gehämmer wach. Obwohl ich die Fenster schloss und Ohrstöpsel nahm, habe ich kaum geschlafen, bin um 6.30 Uhr gerädert aufgestanden. Welches Halbhirn genehmigt so etwas nur?"



Mehr als 80 Hamburger riefen in dieser Nacht die Notrufnummer 110 und fragten die Beamten nach dem Grund für die Lärm-Attacke. Sogar noch in Eppendorf und an der Mundsburg wurden Leute aus dem Schlaf gerissen. Die Polizei schickte drei Mal Peterwagen zur Lärmbaustelle. Doch die Arbeiter konnten den Polizisten eine Ausnahmegenehmigung für die Nachtarbeit präsentieren.



Sie war vom Eisenbahnbundesamt ausgestellt worden. Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis backte gestern kleine Brötchen: "Wir können uns für den Lärm nur entschuldigen. Es ist versäumt worden, rechtzeitig zu informieren. Wir können aber aus Sicherheitsgründen nur nachts arbeiten."



Die Ramm-Arbeiten sind eine Folge des Abrisses der historischen, 1,7 Kilometer langen Pfeilerbahn an der Versmannstraße. Das 1907 erbaute Viadukt ist bereits komplett verschwunden. Nun wird das Fundament einer Spundwand eingerammt. Zwischen den Spundwänden wird dann der neue Bahndamm aufgeschüttet.



Einschließlich des Neubaus der Oberbaumbrücke und Brücken an Amsinckstraße und Deichtorstraße werden hier 129 Millionen Euro investiert. Da die 39 Meter hohe Ramme direkt neben der Oberleitung steht, muss der Strom abgeschaltet werden. Und da die betroffene Strecke Hauptbahnhof-Harburg mit 600 Zügen täglich eine der meist befahrenen Fernbahnstrecken Deutschlands ist, kann der Verkehr für die Bauarbeiten nur nachts eingestellt werden. In der Nacht zum Donnerstag legt die Ramme ab Mitternacht nochmal los.

Weitere Meldungen News
So sehen (Halbfinal-)Sieger aus: Die russischen Omis kamen bei der ersten Baku-Show super an.

Wer tritt am Samstag gegen Roman Lob an? Im ersten Halbfinale des „Eurovision Song Contests“ qualifizierten sich zehn Länder für die große Show. Wer noch dabei ist und wer die beste Show ablieferte – wir haben zugesehen.  mehr...

So geht Studentin Meredith ins Rennen: Sie ließ sich halbnackt in der Bibliothek fotografieren.

An der ehrwürdigen Cambridge-Universität läuft ein sexy Wettbewerb: Studentinnen kämpfen um den Titel „Hintern des Jahres“ – und provozieren damit scharfe Kritik.  mehr...

Reich ist er immer noch – aber jetzt zwei Milliarden ärmer: Mark Zuckerberg (28).

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat bereits zwei Milliarden an Vermögen eingebüßt. War die Gier beim größten Internet-Börsengang bisher zu groß? Und wie weit kann der Aktien-Kurs noch nach unten gehen? Die Antworten - HIER.  mehr...

Datum:  3.7.2008
Empfehlen: E-Mail
Kontakt: Redaktion
Artikel: Drucken
Typisch Frau

Der Mai ist da, die Leute heiraten. So mit Mitte zwanzig kriegt die Frau die ersten „Hurra, wir trauen uns“-Einladungen.