Ebefalls steht die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für Überwasserkriegsschiffe kurz vor der Vollendung. Es wird angestrebt, dass der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp-Werften das Geschäft noch im Januar absegnet, wie die „Financial Times Deutschland“ (Montag) aus informierten Kreisen erfuhr. Der Kaufpreis sei zwar noch nicht abschließend verhandelt. Insider gehen aber von einem niedrigen dreistelligen Millionenbetrag aus.
Abu Dhabi Mar will zudem einen Korvettenauftrag und den Auftrag für eine Megajacht mitbringen. Daneben gibt es nach Informationen der Zeitung die Zusage, rund 10 Millionen Euro am Standort Hamburg zu investieren. ThyssenKrupp wollte sich nach Angaben des Blattes dazu nicht äußern, Abu Dhabi Mar war demnach nicht zu erreichen.
Laut „Financial Times Deutschland“ steht auch die Bremerhavener Lloyd-Werft vor dem Verkauf. Mit einem deutschen strategischen Investor aus der Branche gebe es schon sehr konkrete Gespräche, sagte Werftchef Werner Lüken dem Blatt (Montag). Es fehle aber noch eine Zusage für den Zeitpunkt, an dem sie einsteigen wollten oder könnten. Der italienische Staatskonzern Fincantieri hatte Anfang 2006 für rund 7 Millionen Euro 21 Prozent der Anteile gekauft und sollte nach und nach die Mehrheit übernehmen. „Wir hatten große Pläne zusammen,“ sagte Lüken. Jetzt will Fincantieri aussteigen. Auch die anderen Eigner, das Land Bremen und die Geschäftsführer, wollen ihre Beteiligung loswerden.
Die Krise im Schiffbau macht sich auch bei der Lloyd Werft bemerkbar. Drei Großaufträge im Wert von 330 Millionen Euro haben die Bremerhavener verloren bei Erlösen von rund 200 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Lüken will seine Werft mit Reparaturen über Wasser halten. Das Reparaturgeschäft sei vergleichsweise krisenfest und die Margen seien besser als bei den weltweit heiß umkämpften Neubestellungen. (Die Beiträge lagen vorab in redaktioneller Fassung vor.)
(mb/dpa)
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