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Größter Wettskandal im Fußball

Drei Osnabrück-Profis und ein DFB-Schiri unter Verdacht

Im Fußball-Wettskandal soll auch ein Schiedsrichter des DFB ins Visier der Ermittler geraten sein. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Der Unparteiische soll bei einem Spiel der Regionalliga Süd im Mai Schmiergeld von den mutmaßlichen Wett-Betrügern kassiert haben.



Nach Angaben des Magazins soll auch der Regionalligist SSV Ulm tiefer in den Wettskandal verwickelt sein, als bislang bekannt. Vier Begegnungen in der Endphase der vergangenen Saison sollen angeblich unter Manipulationsverdacht stehen. "Wir gehen davon aus, dass wir von dem Wettskandal nicht betroffen sind", erklärte Ulms Vize- Präsident Mario Meuler.



Die Spieler des Süd-Regionalligisten haben eine Erklärung unterschrieben, dass sie an keinerlei Wettmanipulationen beteiligt sind oder waren.



Europas Fußball wird vom größten Betrugsskandal seiner Geschichte erschüttert. Der Manipulationsverdacht reicht den Ermittlern zufolge bis in die Champions League und die Europa League. In Deutschland sind nach vorläufiger Darstellung der Staatsanwaltschaft und der Polizei Bochum insgesamt 32 Spiele der 2. und 3. Liga sowie der Regional- und Oberliga betroffen (MOPO berichtete).



Im Zuge des Wettskandals war auch Fußball-Profi Marcel Schuon (24) vom Drittligisten SV Sandhausen ins Visier der Ermittler geraten. "Fakt ist: Gegen Marcel Schuon wurde ermittelt und eine Hausdurchsuchung gemacht, aber es wurde kein Haftbefehl erlassen", sagte Sandhausens Manager Tobias Gebert.



Schuon hatte in der vergangenen Saison beim Zweitliga-Absteiger VfL Osnabrück gespielt. Nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" soll es bei zwei VfL-Auswärtspartien in der Spielzeit 2008/09 zu Manipulationen gekommen sein. Dabei soll es sich um die Auswärtsspiele der Osnabrücker beim FC Augsburg (0:3) am 17. April 2009 und beim 1. FC Nürnberg (0:2) am 13. Mai 2009 handeln.



Neben Schuon stehen laut "Welt" auch der aktuelle Osnabrück-Profi Thomas Reichenberger (35) sowie Ex-VfL-Kapitän Thomas Cichon (33, spielt jetzt in Südafrika) unter Verdacht. Beide haben ihre Unschuld beteuert.



"Ich will das nicht glauben. Ich möchte nicht, dass das wahr ist, weil dann bricht für mich eine Welt zusammen", sagte Claus-Dieter Wollitz, der frühere Osnabrücker Trainer, zu Manipulationsvorwürfen gegen drei seiner ehemaligen Spieler. Der VfL war vergangene Saison wegen zwei fehlender Punkte abgestiegen.



(dpa/la)

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Datum:  21.11.2009
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