GOOGLE-ALTERNATIVEN
Mit anderen Suchmaschinen als Google bessere Ergebnisse erzielen
Der einstige Marktführer ist zwar auf Platz drei abgestiegen, aber durchaus zu empfehlen. "Yahoo! hat große Marktanteile verloren, ist aber aufgewacht", findet Kittlitz. "Neue Artikel und sonstige Änderungen an Websites zeigt Yahoo! nach meiner Erfahrung schneller an als Google. Das könnte politische Gründe haben: Wahrscheinlich will Google verhindern, dass Seitenbetreiber den Erfolg ihrer Optimierungsversuche direkt überprüfen können."
Microsofts eigene Suchmaschine stattet mit ihrer Technologie zwar auch Yahoo! aus - die Ergebnisse ähneln jedoch eher den Treffern von Google. "Gelegentlich aber findet man mit Bing aber andere Informationen, insbesondere bei ungewöhnlichen Anfragen, etwa wenn man etwa zu einem ausgefallenen Hobby recherchiert", so Kittlitz.
Ecosia ist vor allem für ökologisch korrekte Nutzer interessant. "Von den Ergebnissen her ist Ecosia zwar nicht immer berauschend, aber trotzdem häufig gut", urteilt Kittlitz. "Angeblich schützt die Firma zusammen mit der Umweltorganisation WWF für jede bearbeitete Suchanfrage zwei Quadratmeter Regenwald - ein sympathischer Gedanke."
Ask.com, Cuil.com, Alltheweb.com: Diese Maschinen eignen sich vor allem für die Suche nach englischsprachigen Seiten. Qualitativ könnten sie mit Google aber nicht mithalten: "Sie lohnen sich nur, wenn man bei anderen nichts Zufriedenstellendes gefunden hat", empfiehlt Kittlitz.
Metacrawler leiten die Anfragen an andere Suchmaschinen weiter und stellen aus deren Ergebnissen eine eigene Trefferliste zusammen. "Diese Anbieter sind völlig in Vergessenheit geraten, obwohl sie tolle Ergebnisse liefern", erklärt der PC-Experte. "Metager.de zum Beispiel eignet sich für Anfragen im deutschsprachigen Raum und erlaubt die Auswahl der Suchmaschinen, die befragt werden sollen." Einen ganz eigenen Weg geht spezify.com: Die Präsentation der Treffer erinnert an eine Mindmap, die mit Fotos und Klebezetteln angereichert wurde. "Man bekommt zwar nur ein gutes Dutzend Treffer pro Anfrage, aber die sind gut - und die Aufmachung ist lustig. Dazu schlägt die Maschine ähnliche Begriffe zur weiterführenden Suche vor."
WolframAlpha.com soll vor allem statistische Informationen liefern, steht laut Kittlitz aber noch ziemlich am Anfang: "Wer nach harten Fakten sucht, sollte sie dennoch ruhig mal ausprobieren."
"Wer nur Google nutzt, pflegt eine Monokultur", so Kittlitz, "denn die meisten Webseitenbetreiber orientieren sich nur an Google, wenn es darum geht, ihre Seite für Suchmaschinen zu optimieren" (siehe dazu den Kasten rechts - Red.). Dass eine Seite bei Google unter den ersten Treffern landet, heiße nicht immer, dass sie die relevantesten Informationen bereithält.
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Michael Kittlitz, Geschäftsführer des Hamburger IT-Dienstleisters PC-Feuerwehr, erklärt die Vorteile anderer Suchmaschinen.