Glaubt man der sicher nicht ganz uneigennützigen Studie „Sexual Wellbeing Survey“ von Durex bereichert jedes dritte Paar in Deutschland sein Liebesleben mit Gleitgelen – und hat dabei die Qual der Wahl: Allein beim Erotikhändler „Orion“ gibt es rund 100 unterschiedliche Produkte, aber auch Drogerien und Apotheken haben die Geschmeidigmacher im Sortiment.
„Öko-Test“ hat 25 Gele aus dem reichhaltigen Angebot ausgewählt und getestet. Allerdings nicht darauf, ob sie tatsächlich „stimmungsvolle Abwechslung ins Liebesleben“ bringen (Billy Boy), sondern ob die Inhaltsstoffe gefährlich für die Gesundheit sind. Die MOPO fasst die Ergebnisse zusammen:
- Zwei Totalausfälle
Für zwei Produkte gab’s ein glattes „ungenügend“: Denn das „Vionell Intim-Hydro-Gel“ und das „Wet Original Gel Body Glide“ sind mit einem Formaldehydabspalter konserviert – und dieser Stoff steht im Verdacht, Krebs auszulösen.
- Vorsicht, Juckreiz
Auch von drei weiteren Vertretern sollte man tunlichst die Finger lassen: Das „Eros Gel Aqua Based“ und das „Pjur Aqua Gleitmittel“ enthalten ein halogenorganisches Konservierungsmittel mit dem komplizierten Namen „Methylchloroisothiazolinon“ – das ist bekannt dafür, Allergien auszulösen. Und im „Gleitgelen Lipogel“ steckt sogar Paraffin. Dafür gibt’s nach den strengen „Öko-Test“-Kriterien deutlichen Punktabzug, denn Paraffine können sich in verschiedenen Organen anreichern, wenn sie in den Körper gelangen.
- Die Angaben stimmen
An den Deklarationen auf den Verpackung gab’s bei keinem Testkandidaten etwas auszusetzen. Nicht unwichtig, denn wasser- und silikonbasierte Gleitmittel sind kondomtauglich, beeinträchtigen im Gegensatz zu Paraffinprodukten die Reißfestigkeit nicht. Gratis-Sexkunde gibt’s auf etlichen Verpackungen: Viele Anbieter weisen darauf hin, dass ihre Produkte keine empfängnisverhütende Wirkung haben.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?