MOPONews
News

Gesundheit

Widerstand gegen Gesundheitsreform hält an

Berlin - Der Widerstand gegen die von der großen Koalition geplante Gesundheitsreform hält unvermindert an. Sowohl die Jusos als auch der Paritätische Wohlfahrtsverband sprachen sich gegen den geplanten Gesundheitsfonds aus.

Die CSU forderte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) auf, den von der Union heftig kritisierten ersten Gesetzentwurf in wesentlichen Punkten zu überarbeiten. Schmidt hatte am Montag angekündigt, die Koalitionsbeschlüsse exakt umsetzen zu wollen.

Bayerns Sozialministerin Christa Stewens (CSU) sagte dem «Münchner Merkur» (Dienstag): «Der jetzige Entwurf widerspricht in wesentlichen Teilen den Eckpunkten des Gesundheitskompromisses.» Der «weitgehende Verzicht» auf die Prämie und die Eingriffe in die private Krankenversicherung widersprächen den Vereinbarungen. «Der bislang vorgelegte Entwurf führt im Endergebnis zur Zerstörung der privaten Krankenversicherung.» In seiner jetzigen Form sei der Entwurf zudem verfassungswidrig, sagte die CSU-Politikerin.

«Der Fonds wird nicht wirklich gebraucht», sagte Juso-Chef Björn Böhning den Dortmunder «Ruhr Nachrichten» (Dienstag). Der Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation betonte: «Die Frage ist, ob wir uns ein Hartz V organisieren wollen, oder den Beitragseinzug bei den Krankenkassen lassen, wo er funktioniert.»

Die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Barbara Stolterfoht, sagte mit Blick auf den Gesundheitsfonds: «Ein solches Finanzierungsmodell birgt langfristig die Gefahr einer schlechteren medizinischen Versorgung.» Es setze die Kassen unter einen derartigen Konkurrenzdruck, dass sie versucht seien, ihr Leistungsspektrum zu reduzieren. Stolterfoht betonte, ein Gesundheitsfonds trage keinesfalls dazu bei, die grundlegenden Probleme des Gesundheitssystems zu beseitigen.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach forderte deutliche Änderungen am Reformentwurf. «Um zu verhindern, dass der Gesundheitsfonds zu einem Förderprogramm für die private Krankenversicherung wird, muss der Arbeitgeberbeitrag zur privaten Krankenversicherung abgeschafft werden», sagte er dem «Handelsblatt» (Dienstag). Außerdem müsse der für 2008 geplante Steuerzuschuss von 1,5 Milliarden auf 5 bis 10 Milliarden Euro erhöht werden. «Nur so lässt sich verhindern, dass der Gesundheitsfonds mit einem deutlich erhöhten Beitragssatz von bis zu 16 Prozent starten muss.»

Weitere Meldungen News
10. Weil der Pirelli-Kalender angefragt hat: 

Der Olymp der erotischen Aufnahmen.  Ob Penélope Cruz, Kate Moss, Naomi Campbell oder Cindy Crawford – absagen kam da wohl kaum in Frage.

Viele prominente Frauen zeigen sich gern mal nackt – und finden dafür immer einen plausiblen Vorwand. Hier die zehn beliebtesten Gründe...   mehr...

Zwei bei Jauch: Peer Steinbrück (links) stritt am Sonntagabend mit Thilo Sarrazin.

Bei Günther Jauch war der umstrittene Autor und ehemalige Bundesbanker Thilo Sarrazin am Sonntagabend zu Gast, um über sein neues Buch "Europa braucht den Euro nicht" zu sprechen.  mehr...

Robin Gibb starb 62-Jährig an Krebs.

Am Ende war der Krebs stärker. Nach Angaben seiner Familie erlag der 62-Jährige einem langen Krebsleiden.   mehr...

Datum:  29.8.2006
Empfehlen: E-Mail
Kontakt: Redaktion
Artikel: Drucken
Julia Sextl

Relativ häufig muss ich kurzfristig ein Taxi bestellen, um noch pünktlich zu einem Termin zu kommen. Meistens stehe ich schon auf der Straße, wenn der Wagen