Istanbul - Vogelsterben auch in der Türkei: In der Nähe eines Vogelschutzgebietes im Nordwesten des Landes sind knapp 2000 Puten verendet, wie türkische Medien am Sonntag berichteten. Das Landwirtschaftsministerium erklärte, dass es sich um Vogelgrippe handelt und die Krankheit durch Zugvögel aus dem Ural eingeschleppt wurde.
Die Zugvögel machen auf ihrem Weg nach Afrika Station an dem in der Provinz Balikesir gelegenen Manyas-See. Die verendeten Puten seien im Freiland gehalten wurden. Es wurde nicht mitgeteilt, ob das für Menschen besonders gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 gefunden wurde. «Leider haben wir jetzt auch die Vogelgrippe», sagte der türkische Landwirtschaftsminister Mehdi Eker. «Aber alles ist unter Kontrolle. Es wurden alle Maßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung der Geflügelseuche zu verhindern.»
Eine Ortschaft wurde unter Quarantäne gestellt. In der Nacht zum Sonntag begannen die Behörden, Zuchtgeflügel zu töten. «Vorsichtshalber werden auch die streunenden Hunde eingeschläfert», sagte Bürgermeister Ekrem Göktürk der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.
Die ersten Puten waren nach Angaben des Züchters am 1. Oktober verendet. Der Verdacht auf Vogelgrippe sei am 7. Oktober bestätigt worden, teilte das Landwirtschaftsministerium in Ankara mit.
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