MOPONews
News

Gesundheit

Röttgen für Mischung aus Bürgerversicherung und Gesundheitsprämie

Berlin - Der Streit zwischen Union und SPD über die Zukunft des Gesundheitswesens könnte nach Ansicht des parlamentarischen Geschäftsführers der Unionsfraktion, Norbert Röttgen (CDU), durch eine Mischform aus Bürgerversicherung und Gesundheitsprämie gelöst werden.

«Man kann zu einer vernünftigen Synthese kommen. Ich sehe nicht, dass die Modelle sich völlig gegenseitig ausschließen», sagte Röttgen der «Berliner Zeitung». Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Unions- Fraktionschef Volker Kauder (CDU) forderten eine Lösung im kommenden Jahr.

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Professor Karl Lauterbach sprach sich dafür aus. «Es ist ein guter Ansatz, wenn die große Koalition mit der Gesundheitsreform beginnt», sagte er der «Berliner Morgenpost». Auch Lauterbach machte sich für eine Mischform der Modelle von SPD und Union stark. «Es muss aber zu einem Mischmodell kommen, welches den Übergang in eine komplette Bürgerversicherung zu einem späteren Zeitpunkt nicht verbaut.»

Röttgen nannte die Gesundheitsreform eine erste Bewährungsprobe der großen Koalition. «Da dies alle wissen, werden wir sie bestehen», sagte er. Die Reform könne nicht weiter verschoben werden. «Das können wir uns nicht leisten», sagte Röttgen. «Genau diese großen Aufgaben sind es doch, die die große Koalition legitimieren.»

Steinbrück sagte der «Welt am Sonntag» über die Gesundheitsreform: «Das wird eine unserer wichtigsten Aufgaben für 2006.» Konkret forderte er «Reformen im System, mehr Effizienz, mehr Wettbewerb der Leistungsanbieter und wohl auch ein neues Verhältnis zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung».

Beitragserhöhungen und Leistungskürzungen schloss Steinbrück aus. Das Sozialmodell habe sich bewährt und gebe gesellschaftliche Stabilität, sagte Steinbrück. Die Sozialsysteme müssten allerdings modernisiert werden. «Auf längere Sicht kann sich ihre Finanzierung nicht so stark wie derzeit auf das Normalarbeitsverhältnis stützen.»

Kauder kündigte in der «Welt am Sonntag» an, «wir werden im ersten Halbjahr 2006 eine Reform präsentieren». Der SPD-Fraktionsvorsitzende «Peter Struck und ich sind uns einig: das ist Chefsache». Zu den Kernelementen einer Gesundheitsreform zählte er «mehr Wettbewerb, mehr Transparenz im Abrechnungssystem und auf der Leistungsseite». Forderungen nach einer Bürgerversicherung erteilte er eine Absage: «Sicher ist: Eine Bürgerversicherung wird es nicht geben.»

Weitere Meldungen News
Stefanie Hertel und Sergiy Plyuta sind im Halbfinale ausgeschieden.

Die 32-Jährige erhielt am Mittwochabend in der zehnten Show der Staffel von der Jury die wenigsten Punkte der verbliebenen drei Promi-Kandidatinnen.  mehr...

Da wusste er schon Bescheid: Norbert Röttgen am Mittwoch auf dem Weg zur Kabinettssitzung.

Nur drei Tage nach seiner katastrophalen Niederlage bei der Wahl in NRW feuerte Kanzlerin Angela Merkel auf einer überraschenden Pressekonferenz den Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Sein Nachfolger wird Peter Altmaier.  mehr...

Zu welcher Promi-Frau gehört wohl dieser wohlgerundete Po?

Am Mittwoch veröffentlichte das US-Magazin „Forbes“ seine alljährliche Liste der 100 „mächtigsten Berühmtheiten der Welt“. Und wer hat es da auf den begehrten Platz eins geschafft? Hier wird's verraten!   mehr...

Datum:  3.12.2005
Empfehlen: E-Mail
Kontakt: Redaktion
Artikel: Drucken
Thomas Hirschbiegel

Aufschriften auf Firmenwagen sind immer wieder ein ergötzliches Thema. Jetzt stand ich am Eimsbütteler Markt hinter einem Transporter, auf dem stand: „Vor Ihnen fahren die Maler mit Freude am Beruf.“