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GESPRÄCHE MIT BEFLÜGELTEN

Im CCH sind die Engel los!

Riesengeschäft Esoterik: Im CCH findet der "2. Internationale Engelskongress" statt, Eintritt: 290 Euro für drei Tage. Dafür gibts für die meist weiblichen Sinnsucher jede Menge Vorträge von Frauen (und ein paar Männern), die mit Engeln sprechen. Aurafotos und Raumduftsprays Note "Erzengel Raffael" kosten extra. Die MOPO sprach mit "Engelheilerin" Eva Maria Mora und ihrem Mann Michael, Schamane.



MOPO: Frau Mora, sind jetzt auch Engel anwesend?



Eva-Maria Mora: Ja, Sie haben vier um sich herum.



MOPO: Vier? Wieso vier?



Eva-Maria Mora: Jeder Mensch hat zwei Schutzengel, die zu ihm gehören. Und jetzt haben sie zwei zusätzliche bei sich, die Ihnen bei der Arbeit helfen.



MOPO: Ach. Aber wenn ein Kind bei einem Unfall stirbt, dann müssen seine Engel doch versagt haben, oder? Eva-Maria Mora: Wenn der Zeitpunkt, zu sterben für einen Menschen noch nicht da ist, dann verhindern Engel auch seinen Tod. Aber wenn ein Kind stirbt, dann ist sein Seelenvertrag ausgelaufen.



MOPO: Aber für den Hungertod afrikanischer Kinder gibt es doch handfeste, wirtschaftliche Gründe - oder haben die nur schlechte Seelenverträge abgeschlossen?



Eva-Maria Mora: Kinder suchen sich ihre Eltern ja aus. Das heißt, Seelen suchen sich aus, wo sie sich inkarnieren wollen. Und manchen Seelen erklären sich dann aus Mitgefühl bereit, in diese Regionen zu gehen.



MOPO: Ist das nicht ganz schön zynisch?



Eva-Maria Mora: Wir sind nie zynisch.



MOPO: Was entgegnen Sie Menschen, die das für esoterischen Quatsch halten?



Eva-Maria Mora: Als Engelsheiler beziehen wir uns auf Epigenforschung und Quantenphysik. Es ist zum Beispiel nachgewiesen, dass im Energiekörper Informationen gespeichert sind, die etwa Ängste auslösen. Auch Krebs wird zu 95 Prozent nicht durch Gene ausgelöst, sondern durch äußere Umstände. Eigentlich sind Kritiker eher Unwissende. Die können die wissenschaftliche Grundlage nachlesen.



MOPO: Und was haben Engel mit Indianern zu tun, Herr Mora?



Michael Mora: Amerikanische Ureinwohner können Engel sehen. Sie haben diesen Filter nicht, der viele Menschen im Westen daran hindert. Hier hören die Menschen mit fünf Jahren auf, Engel zu sehen. Wenn nicht, werden Sie in der Gruppe isoliert. Menschen sind darauf programmiert, nur Dinge zu sehen, an die sie glauben.



MOPO: Wieso sind fast nur Frauen auf dem Kongress?



Michael Mora: Frauen sind viel sensibler, sie wollen wissen, warum sie Dinge fühlen. Die wichtigste Aufgabe der Männer wäre es, ihre Frauen glücklich zu machen.



MOPO: Wie sehen Engel aus?



Eva-Maria Mora: Sie können zum Beispiel als Lichtball erscheinen, dann nennen sie sich Orbs. Man kann sie dann sogar fotografieren.



MOPO: Und Sie können mit Engel reden, Frau Mora?



Eva-Maria Mora: Ich leite die Fragen der Menschen an ihre Engel weiter und die antworten. Wollen sie wissen, was Ihre Engel Ihnen raten?



MOPO: Gerne. Was denn?



Eva-Maria Mora: Sie sollen nicht aufgeben.



MOPO: Vielen Dank für das Gespräch.

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Datum:  2.6.2007
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