Wien - Als erste Stadt in Europa hat Wien dem kubanischen Revolutionär Che Guevara ein umstrittenes Denkmal gesetzt. Im Wiener Donaupark sei am Donnerstag eine Büste des Kommunisten enthüllt worden, berichtete der Sender ORF im Internet.
Das Denkmal sei ein demokratisches Vermächtnis an Che, dass auch Wien dafür sorgen wolle die Armut zu tilgen, sagte der sozialdemokratische Bürgermeister Michael Häupl. Ein Komitee, dem auch die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek angehörte, hatte seit einem Jahr Spenden gesammelt, um das Denkmal zu realisieren. Die 70 Zentimeter hohe Büste wurde für 28 000 Euro von der Bildhauerin Gerda Fassel gestaltet.
Die öffentliche Ehrung des Freiheitskämpfers, der 1967 von der bolivianischen Armee erschossen wurde, war jedoch von konservativer und rechter Seite scharf kritisiert worden. Sie seien sehr verwundert, dass der Bürgermeister einen Gewalttäter ehre, der unzählige Menschen auf dem Gewissen habe, teilte die rechte Partei FPÖ mit. «Meinetwegen kann Häupl gerne in der Che-Guevara-Bettwäsche schlafen. Das fällt in die Kategorie "merkwürdig, aber privat". Öffentliche Gelder für Büsten von Massenmördern auszugeben ist vollkommen geschmacklos», sagte der Landesgeschäftsführer der konservativen ÖVP, Norbert Walter.
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