Gefährliche und exotische Tiere im Wohnzimmer - ist es damit bald vorbei? Die Bürgerschaft beschäftigt sich nächste Woche mit einem Gesetz, das Haltern den zweifelhaften Spaß mit Vogelspinnen oder Giftschlangen verderben könnte: Es soll strengere Regeln für den Besitz dieser Tiere geben.
Die SPD hat einen Gesetzentwurf erarbeitet, der Tierschutz, Sicherheit und die Interessen der Tierhalter unter einen Hut bringen soll. So könnte bald die Zuverlässigkeit von Tierhaltern ein Rolle spielen. Heißt: Wer beispielsweise eine Straftat wie Körperverletzung begangen hat, soll keine gefährlichen Tiere halten dürfen. Außerdem müssten Halter entsprechende Gegenmittel (Seren) auf eigene Kosten bereithalten. Und auch die artgemäße und verhaltensgerechte Unterbringung könnte gesetzlich geregelt werden. Für die Haltung ganz besonders gefährlicher Tiere könnte eine Haftpflichtversicherung Voraussetzung werden. Andreas Dressel (SPD): "Welche Tiere betroffen sein werden, müssen Experten entscheiden."
Vertreter von CDU und GAL hatten in der Vergangenheit bereits grundsätzlich Zustimmung zu einer gesetzlichen Regelung signalisiert. Erst vor wenigen Wochen war ein Mann in Ottensen zum wiederholten Mal lebensgefährlich durch einen Schlangenbiss verletzt worden.
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