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Steakgewordene Currywurst

Currywurst

Foto: Malzkorn

Der Schlüssel zum Erfolg liegt manchmal darin, ganz simple und selbstverständliche Dinge gründlich infrage zu stellen. Muss Wurstbrät eigentlich zwingend in einen Darm? Muss also eine Currywurst unbedingt rund und länglich sein? Muss gar nicht, entschied Sven Lieske und erfand das Körri. Das ist außen platt und breit, innen aber sozusagen Wurst: rund 200 Gramm Brät von Rind und Schwein, mit einer Metallschablone in Form gebracht, serviert mit würziger Sauce und viel Curry. Schmeckt wie Currywurst, sieht aber aus wie ein Steak.



Rund um diese Idee hat Sven Lieske, ein 25-jähriger Koch aus dem Alten Land, ein komplettes Restaurant aufgezogen: das "Körri", gelegen im historischen Kontorhaus Sprinkenhof, neben dem Chilehaus und unweit der HafenCity. Der Laden ist alles andere als eine Wurstbude: Edel sieht©s aus. Im Gastraum vor der offenen Küche dominieren gediegene Grau-, Braun- und Rottöne. Die Preise bleiben trotzdem mehrheitlich unter der Zehn-Euro-Marke. Ein Platz für den kleinen Lunch in der City. Aber auch für den Abend, wie jedenfalls die ziemlich umfangreiche Weinkarte nahelegt (Riesling 0,2 l 3,50 Euro, Dornfelder 4,40 Euro).



Die Körris gibt's klassisch aus Rind- und Schweinefleisch, aber auch aus Pute oder grobem Fleischbrät, jeweils mit Pommes frites, Salat und kräftig Sauce dazu (je 8,50 Euro). Das Wurst-Steak wird aber auch noch in diversen Variationen serviert, etwa als "Körri Italia" mit Rucola, Parmesan und Pinienkernen oder als "Athen" mit Feta, Oliven und Krautsalat (je 9,50 Euro). Wer kein Fleisch mag, kann auf vielfältige Suppen, Salate oder Fischgerichte zurückgreifen.



Seine Körri-Erfindung hat sich Sven Lieske sogar patentieren lassen. Wer weiß - vielleicht schafft die Imbiss-Wurst als Steak verkleidet tatsächlich den Sprung ins Restaurant?

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Datum:  4.2.2010
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