Wer einen neuen Lieblingsitaliener sucht, der ist bei "Nello" an der richtigen Adresse. Das frisch eröffnete Restaurant im Portugiesenviertel bietet gute, unkomplizierte Küche und faire Preise. Und man kann sich von Inhaber Nello, der eigentlich Antonello Vigliarolo heißt, den Hof machen lassen. Der 47-Jährige hat nämlich den sprichwörtlichen italienischen Charme - inklusive eines sonnigen, verschmitzten Lächelns.
Das Interieur kommt ganz ohne Italo-Kitsch aus. Bauchige Olivenöl-Fläschchen stehen auf den dunklen Massivholz-Tischen. Ein Wandspiegel lässt den Raum großzügig erscheinen. Im hinteren Teil sind von Pasta bis zu Wein italienische Lebensmittel ausgestellt. Klare Linien, gar nicht wie der typische Italiener an der Ecke.
Zum Essen wird der Gast dennoch mit dem üblichen Pizza-Pop beschallt. Das gehört aber auch so. Als Vorspeise gibt's zum Beispiel ein leckeres Karottencreme-Süppchen mit warmem, hausgemachtem Brot. Als Pastagericht empfiehlt Nello die Fagotti mit Birne-Käse-Füllung in rosa Cremesauce (12,50 Euro). Erklärung: Die Fagotti sind kleine Nudelteig-Bonbons mit Ricotta und Birne drin. Die tomatige Sahnesauce ist mit Rosenpfefferkörnern gewürzt, das Ganze ist bestreut mit Rucola und Parmesan. Mamma mia. Probierenswert sind auch die Linguine mit Entenfleisch und frischem Gemüse in Öl und Knoblauch (11,50 Euro) oder die Ravioli mit Kartoffel-Minzfüllung in Trüffelcreme (12,50 Euro). Doch natürlich gibt es auch die Klassiker: Saltimbocca (15,90 Euro), Lasagne (8,90 Euro) oder zahlreiche Pizzasorten (die "Margherita" kostet 6,90 Euro). Und zum Nachtisch locken köstliches Tiramisu oder Panna cotta (5,50 Euro) mit einem Tässchen von Nellos vorzüglichem Espresso.
Vor 13 Jahren eröffnete Antonello Vigliarolo das "Pastalozzi", nur einen Steinwurf entfernt an der Reimarusstraße. Der neue Laden ist etwas moderner. Größer. Aber trotzdem gemütlich. "Ristorante ist mein Leben!", sagt Nello. Das glaubt man ihm. Und kommt gerne wieder zum neuen Lieblingsitaliener.
Der amerikanische Schriftsteller T.C. Boyle erreicht mit seinen Büchern („Wenn das Schlachten vorbei ist“, 2012) ein Millionenpublikum. Der Mann hält wenig von den Menschen, auch weil die die Umwelt zerstören.