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Nintendos DSi wird erwachsen

Neue Hosentaschen-Konsolen sind eigentlich immer ein Stück kleiner als das bisherige Modell – Beispiel: die kürzlich als PSPgo neu aufgelegte portable PlayStation. Nicht so der neue Nintendo DSi XL: Er hat zwei extragroße Bildschirme, die mit 4,2 Zoll den Vorgänger DSi deutlich übertreffen und den DS lite mickrig aussehen lassen. Verwunderlich auch die biederen Farben: Bordeauxrot und Braun statt der poppigen Töne der Vorgänger. Die Idee dahinter: Der DSi XL soll Erwachsene mit Knobelspielen und elektronischen Büchern locken. Größere Grafiken und gut lesbare Texte sollen der älteren Zielgruppe entgegenkommen.



Bildschirme in XL:

Kennt man die Vorgänger, wirkt der neue DSi XL fast monströs, ist aber noch portabel. In Aktion begeistern seine großen Bildschirme: Die Spiele wirken beeindruckender, die Grafiken kommen in lebendigen und intensiven Farben – man erlebt seine DS-Sammlung in neuem Glanz. Der Haken dabei: Nur die Bildschirmgröße ist gewachsen, die Auflösung nicht. Grafiken und Menüs wirken daher pixelig, Texte teils unscharf. Man gewöhnt sich aber schnell daran.



Design:

Sein Äußeres gleicht dem DSi XL, bis auf die glänzende Oberseite, ansonsten kommt er in mattem Kunststoff. Neu dabei ist der zusätzliche größere Stift, der so gut in der Hand liegt wie ein Kugelschreiber. Fraglich ist nur, wo man ihn verstauen soll.



Technik alt, Software an Bord:

Die XL-Version kommt mit Kamera und Software – wie der DSi. Neu ist, dass Programme für ältere Spieler gleich an Bord sind: Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging für zwischendurch: Wortspiele machen Spaß und bringen die grauen Zellen auf Trab. Ein praktisches 6-in-1-Wörterbuch übersetzt in die wichtigsten Fremdsprachen. Als günstiger E-Book-Reader taugt der DSi XL zwar schon, aber die Schrift ist nicht knackig scharf. Das macht langes Lesen anstrengender als bei „echten“ E-Books.



Fazit:

Nintendo ist ein neues und interessantes Handheld gelungen. Der neue, große Nintendo DS ist kein Gerät für die Hosentasche, aber ein klasse Begleiter auf dem Sofa und auf Reisen. Die großen Bildschirme machen Spaß, er liegt gut in der Hand und an die anfangs pixelige Grafik gewöhnt man sich schnell. Besitzer der Vorgänger können aber auch gut mit den alten Geräten weiterleben.



Erhältlich ab sofort, ca. 180 Euro



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Datum:  9.3.2010
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