Nicht nur in Istanbul gibt es Fan-Klubs von Galatasaray. Auch in Hamburg! Stolze 300 Mitglieder hat der Galatasaray SV Hamburg e.V. (www.galatasaray-hamburg.de) mit Sitz am Steindamm in St. Georg. Für sie ist der morgige UEFA-Cup-Hit das Spiel des Jahres. "Ich habe den Leuten immer gesagt, dass Gala irgendwann nach Hamburg kommt. Jetzt ist es so weit - ein Traum wird für uns alle wahr", verrät der 1. Vorsitzende Abdullah Akar, als die MOPO die Fußball-Freunde besucht.
Aber als Hamburger steht natürlich auch der HSV bei den 300 Türken hoch im Kurs. Akar spricht für alle, wenn er sagt: "Wir können nur gewinnen. Egal wer weiterkommt. Aber natürlich drücken wir "Cim Bom" ein bisschen mehr die Daumen. So nennt man Galatasaray bei uns. Für Galatasaray schlägt schließlich unser Herz."
Seit feststeht, dass die "Aslanlar" (Löwen) nach Hamburg kommen, laufen im Sportverein die Telefone heiß, von überall rufen die Leute an, um an Karten zu gelangen. Dabei wisse man laut Akar selber noch nicht, wie man seine Mitglieder versorgen soll. Immerhin hat man durch gute Beziehungen nach Istanbul ein kleines Kontingent zugesichert bekommen. Für Jung und Alt werden auf jeden Fall die in den Vereinsfarben geschmückten Räumlichkeiten des Sportvereins Treffpunkt für einen gemeinsamen Fußballabend sein.
Wie immer im internationalen Geschäft werden gegen den HSV alle Türken zusammenhalten und "Gala" die Daumen drücken - abgesehen vielleicht von den Fenerbahce-Fans. Schließlich findet das diesjährige UEFA-Pokal-Finale im Stadion des Erzrivalen statt. "Es wäre das Größte, das Fener-Stadion mit unseren Farben zu schmücken", frohlockt Akar.
Auf dem Weg dorthin soll der HSV nur Durchgangsstation sein. "Wir spielen in Hamburg unentschieden und gewinnen zu Hause", so der einstimmige Tenor.
Eines ist für den seit 2001 bestehenden Verein, in dem sich die Mitglieder jeden Tag ab 14 Uhr treffen und bei Tee über Fußball diskutieren können, aber besonders wichtig: "Sport ist die beste Integration. Wir wollen gemeinsam mit den Deutschen richtig feiern, die Freundschaft soll klar im Vordergrund stehen", erklärt Pelek Kamuran, Trainer des Galatasaray Futsal Teams.