MOPONews
News

GARTENARCHITEKTUR

Gärten passen vor die kleinste Hütte

Das Wetter zeigt sich seit Tagen von seiner guten Seite. Wir genießen die frühen Sonnenstrahlen auf dem Balkon oder im Garten. Doch lange nicht jeder Hamburger hat das Glück, von seiner Wohnung direkt ins Grüne zu gelangen. Und nicht immer ist Zeit für einen Besuch im Park, an Elbe oder Alster. Die Architekten Christoph Roselius (38) und Julian Hillenkamp (37) wollen hier Abhilfe schaffen und haben daher das Projekt "Gärten für alle" ins Leben gerufen. Der Vorschlag wurde jetzt von der Ikea-Stiftung ausgezeichnet. Auch Überlegungen, sie in Hamburg zu verwirklichen, gibt es bereits.



Entstanden ist die Idee aus privater Motivation heraus. "Wir haben beide kleine Kinder und fragen uns öfter: Müssen wir jetzt aufs Land ziehen oder gibts nicht auch eine andere Lösung, das Wohnen in der Stadt attraktiver zu machen", erzählt Hillenkamp. Also überlegten die beiden Männer, die Anfang des Jahres ihr Büro "eins:eins Architekten" gegründet haben, sich eine Lösung: Sie wollen elf Quadratmeter große Betonpflanzmodule nachträglich an die Häuser anbringen, so dass jeder Bewohner einen eigenen Garten erhält. So muss nur ein Fenster zur Balkontür werden - und schon hat jeder Mieter ein grünes Paradies direkt vor der Tür. Kosten soll das rund 3000 Euro pro Einheit.



Mit dieser Idee nahmen Hillenkamp und Roselius, die in Rotherbaum und auf St. Pauli wohnen, am Wettbewerb "Denke lieber ungewohnt" der Ikea Stiftung teil, bei dem pfiffige, zukunftsfähige Wohnlösungen gesucht wurden. Aus mehr als 400 Einsendungen wurden zehn Ideen mit je 25000 Euro prämiert - unter ihnen auch das Projekt "Gärten für alle". Das Preisgeld soll als Anschubfinanzierung zur Realisierung der Vorhaben dienen.



Julian Hillenkamp und sein Partner freuen sich sehr über die Anerkennung und haben wegen einer möglichen Realisierung bereits vor einigen Monaten Kontakt zur Wohnungsbaugesellschaft SAGA/ GWG aufgenommen. Dort wird der Vorstoß grundsätzlich positiv bewertet. "Die Idee ist reizvoll und besonders für Großwohnsiedlungen attraktiv", so SAGA-Sprecher Mario Spitzmüller. Derzeit werde geprüft, inwieweit die Realisierung technisch überhaupt möglich sei. Zudem überlege man, ob die Pflege der Gärten den Mietern abverlangt werden könne. Gehen diese Überlegungen positiv aus, sollen die Gärten bald in Wilhelmsburg getestet werden.

Weitere Meldungen News
Gema erhöht Abgaben für USB-Sticks und Speicherkarten.

USB-Sticks und Speicherkarten werden ab 1. Juli deutlich teurer.   mehr...


Plötzlich gingen in Kiew Vertreter von Regierung und Opposition wütend aufeinander los, eine wilde Prügelei brach aus. Grund für die Eskalation war eine Debatte über die russische Sprache.   mehr...

Sieht so der neue 2-Euro-Schein aus? Wir haben uns schon mal Gedanken über ein Modell gemacht.

In Brüssel wird über einen Umstieg von den 1- und 2-Euro-Münzen auf 1- bzw. 2-Euro-Scheine debattiert. Grund: Die Herstellung von Münzen ist sehr kostspielig  mehr...

Datum:  4.5.2007
Empfehlen: E-Mail
Kontakt: Redaktion
Artikel: Drucken
Typisch Frau

Der Mai ist da, die Leute heiraten. So mit Mitte zwanzig kriegt die Frau die ersten „Hurra, wir trauen uns“-Einladungen.