Belek - Nach seinem Fehlen beim Trainingsstart in Belek hat sich Zé Roberto beim Hamburger SV für das Fernbleiben entschuldigt und seine baldige Rückkehr nach Deutschland angekündigt.
«Ich habe ein ernstes familiäres Problem, welches ich nur vor Ort in Brasilien lösen kann», sagte der 35 Jahre alte Mittelfeld-Star nach einem Telefonat mit HSV-Coach Bruno Labbadia. Zugleich erklärte Zé Roberto auf der Homepage des Fußball-Bundesligisten, «so schnell wie möglich» in die Hansestadt zu kommen. Um die von Labbadia verhängte Geldstrafe in Höhe von geschätzten 10 000 Euro wird Zé Roberto aber nicht herumkommen. «Es bleibt dabei, dass wir das so nicht hinnehmen», sagte Labbadia in Belek.
Der Coach stellte klar, dass Zé Roberto auch nicht mehr in das Winter-Camp in der Türkei nachreisen wird. Es sei aber gut, «dass Zé Roberto den ersten Schritt gemacht hat». Der Club werde in den kommenden Tagen in ständigem Kontakt mit dem Routinier stehen. Für die nächste Woche ist in der Hansestadt ein Gespräch zwischen Labbadia und Zé Roberto geplant.
Zuvor hatte der Profi verlautbaren lassen, es tue ihm leid, dass er nicht ins Trainingslager gekommen sei und er seinen Verein erst so spät über die Gründe in Kenntnis gesetzt habe. Er bitte die Leute, «nicht an meiner Zuverlässigkeit zu zweifeln, die ich in meiner Karriere bislang immer unter Beweis gestellt habe.» In der Tat war der Linksfuß - anders als viele seiner Landsleute - bei seinen bisherigen Bundesliga-Stationen in Leverkusen und München nicht dadurch aufgefallen, verspätet zum Trainingsstart zu erscheinen.
Derzeit hält sich der Profi in Brasilien auf, wo er seinen im November erlittenen Bänderanriss auskuriert. «Meinem Fuß geht es besser. Ich muss jetzt nur noch Wadenmuskulatur aufbauen, die durch das Tragen des Gipses verloren gegangen ist», berichtete Zé Roberto.