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Labbadia nach Sieg: «Erstaunlich gut»

Labbadia nach Sieg: «Erstaunlich gut»

Hamburg - Hamburgs Trainer Bruno Labbadia kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Was sein Team beim 2:0 gegen den SC Freiburg auf dem Acker in der HSH-Nordbank-Arena an Energie und Kampfgeist aufbrachte, nötigte dem 43 Jahre alten HSV-Coach Respekt ab.

«Für die Platzverhältnisse war das erstaunlich gut», sagte Labbadia angesichts einer erdbraunen, nahezu umgepflügten Spielfläche. «Kompliment an die Mannschaft.» Lediglich die fehlende Torausbeute gegen harmlose Freiburger missfiel dem Coach. «Wir hätten schon in der ersten Halbzeit höher führen müssen.» Auch Freiburgs Trainer stimmte dem Urteil zu. «Der HSV hat hochverdient gewonnen», sagte Robin Dutt.

51 448 Zuschauer in der nicht ausverkauften Arena sahen eine frühe Führung durch Marcell Jansen (7. Minute). Mladen Petric (55.) besorgte den Endstand. Der Erfolg brachte den Hamburgern (34 Punkte) vorübergehend Platz drei hinter Bayer Leverkusen (38) und Bayern (36) München. Der Sieg der überlegenen Norddeutschen hätte allerdings höher ausfallen müssen. Allein fünf Torchancen in den ersten 20 Minuten spiegelten die Überlegenheit der Gastgeber wider.

Die Freiburger bestätigten einmal mehr, der absolute Lieblingsgegner der Hamburger zu sein. Nunmehr schon seit 15 Jahren hat der HSV gegen die Breisgauer nicht mehr verloren. Bereits elf Siege und acht Unentschieden stehen für die Norddeutschen in 22 Begegnungen zu Buche. «Der HSV hat es uns schwer gemacht, ins Spiel zu finden», befand Dutt.

Auch ohne den pfeilschnellen und brandgefährlichen Eljero Elia, der bislang fünf Saisontore erzielt hat, konnten die Hamburger den Gästen in deren Strafraum ordentlich einheizen. Tunay Torun, der gemeinsam mit Mladen Petric das Sturm-Paar bildete, vergab gleich drei Chancen (13./16./20.). Besser hatte es zuvor Jansen gemacht, der mit einem Linksschuss SC-Torhüter Simon Pouplin überwand. Der Franzose machte allerdings keine glückliche Figur. 30 Minuten später hätte Jansen auf 2:0 erhöhen können, blieb diesmal aber mit seinem Rechtsschuss an Pouplin hängen.

Den Freiburgern, die auf Neuzugang Hamed Namouchi (Muskelfaserriss) und ihren torgefährlichsten Stürmer Mohamadou Idrissou (Afrika-Cup) sowie Innenverteidiger Pavel Krmas verzichten mussten, fehlte es dagegen an Schwung. Zudem kam der Aufsteiger mit den komplizierten Bedingungen auf einem ackerähnlichen Platz nicht so gut die die Einheimischen zurecht. Die einzige Chance legte den Freiburgern auch noch der Gegner auf: HSV-Torhüter Frank Rost und Jansen behinderten sich gegenseitig, so dass Stefan Reisinger die Kugel vor die Füße fiel. Doch der 28-Jährige haute den Ball weit übers Tor. In der zweiten Halbzeit musste der Pechvogel seinen Platz auf dem Feld räumen für den vom FC Metz geholten 1,6-Millionen-Euro- Neuzugang Papiss Demba Cissé.

Die Hamburger vermochten den Ausfall von gleich neun Leistungsträgern ohne größere Schwächen zu kompensieren. Um den Freiburgern das unveränderte Kräfteverhältnis auch nach dem Seitenwechsel klarzumachen, erhöhte Petric zehn Minuten nach Wiederanpfiff auf 2:0. Zuvor war dem Südkoreaner Du-Ri Cha ein eklatanter Patzer unterlaufen, so dass Petric keine Mühe hatte zu vollenden. Auch das Comeback von Ömer Toprak nach mehr als siebenmonatiger Verletzungspause änderte an der Konstellation nichts.

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Datum:  16.1.2010
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