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HSV verpasst Anschluss - Turbulentes 3:3 in Köln

HSV verpasst Anschluss - Turbulentes 3:3 in Köln

Köln - Als der neue Bundesliga-Superstar Ruud van Nistelrooy sein Kurz-Debüt im Trikot des Hamburger SV feierte, war Mladen Petric längst stocksauer. Der HSV-Torjäger konnte es kaum fassen, dass eine 3:1-Führung beim 1. FC Köln nicht zum Sieg reichte.

«Wir sind selbst schuld, und es ist doppelt bitter, dass wir wieder nur einen Punkt geholt haben», sagte Petric nach Spielende. Marcell Jansen (2. Minute) und Petric mit einem «Doppelpack» (36./50.-Handelfmeter) ließen die Hanseaten vor 50 000 Zuschauern trotz des zwischenzeitlichen 1:1 durch Youssef Mohamad (31.) wie sichere Sieger aussehen. Doch Milivoje Novakovic (75.) und Adil Chihi (88.) sorgten mit ihren Toren zum 3:3 (1:2) für Entsetzen beim HSV und für grenzenlosen Jubel der FC-Anhänger im ausverkauften Kölner Stadion.

«Wir sind enttäuscht», hielt Fußball-Lehrer Bruno Labbadia fest - zurecht, denn leichtfertiger als der HSV beim 3:3 in Müngersdorf kann man mit Chancen kaum umgehen. «Wir haben es versäumt, das 4:1 und das 5:1 nachzulegen», trauerte Labbadia der Möglichkeit nach, die Durststrecke zu beenden und Anschluss an die Top-Plätze herzustellen. FC-Chefcoach Zvonimir Soldo waren Labbadias Leiden einerlei: «Wir haben gezeigt, dass wir gegen Spitzenmannschaften mithalten können. Aber wir bekommen zu einfache Gegentreffer.»

Es war ein turbulent-hochklassiges Spiel, in dem Jansen die Gastgeber schockte. Mohamad glich per Kopf aus, Petric machte mit einem herrlichen Heber und einem verwandelten Handelfmeter fast schon alles klar. Für die Kölner war das 3:3 nach den Siegen in Wolfsburg und Frankfurt erneut ein Erfolgserlebnis, weil das Soldo-Team nie aufgab und verdient den Lohn für einen aufopferungsvollen und engagierten Auftritt erntete.

Van Nistelrooy gehörte vorsorglich erstmals zum HSV- Kader, weil die Angreifer Petric und Tunay Torun zuvor leicht angeschlagen waren. Petric stand dann in der Startelf, van Nistelrooy saß auf der Ersatzbank. Der Niederländer kam kurz vor dem Ende als Petric-Ersatz zu seinem Debüt. Labbadia musste auf Jerome Boateng verzichten, der wegen einer Knöchelverletzung ausfiel. Beim FC fehlte zum dritten Mal nacheinander Lukas Podolski (Fußverletzung). Spielmacher Maniche stand wegen eines Trauerfalls nicht zur Verfügung. Novakovic kehrte in die Anfangsformation zurück, ManU-Neuzugang Zoran Tosic feierte seine Heimpremiere.

Die Kölner, denen letztmals am 9. September 2001 ein Heimsieg gegen den HSV gelungen war, wurden kalt erwischt, als Jansen nach Fehlern von Pierre Wome und Keeper Faryd Mondragon zu seinem fünften Saisontreffer traf. Nach Marcus Bergs Großchance zum 2:0 wachten die Gastgeber auf. Novakovic (9.) und Sebastian Freis (17.) hatten beste Möglichkeiten, ehe Mohamad nach einem weiten Freistoß von Petit das 1:1 köpfte. Doch nur fünf Minuten danach düpierte Petric nach einer Jansen-Vorlage Mondragon zum 1:2. Mit Petrics zweitem Treffer nach einem Handspiel von FC-Verteidiger Pedro Geromel schien alles klar, ehe der HSV «das Fußballspielen einstellte» (Labbadia) und den FC wieder stark machte.

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Datum:  6.2.2010
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