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HSV stürzt mit 1:0 Hertha in noch größere Not

Hertha-Frust nach 0:1-Niederlage beim HSV

Hamburg - Der Hamburger SV hat seine internationalen Ambitionen untermauert und Schlusslicht Hertha BSC in eine noch prekärere Lage gebracht. Das Team von Trainer Bruno Labbadia gewann sein Heimspiel trotz wenig überzeugender Vorstellung mit 1:0 (1:0).

Die Hanseaten festigten mit nun 43 Punkten den vierten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga. Nationalspieler Marcell Jansen (40. Minute) sorgte mit seinem Treffer vor 53 905 Zuschauern dafür, dass für die Hertha (15 Punkte) der drohende Absturz in die Zweitklassigkeit immer näher rückt.

Erst kurz vor Anpfiff hatte sich der Einsatz von HSV-Keeper Frank Rost geklärt. Nach seiner Ellenbogenprellung stand der Routinier wie der fehlende Nationalspieler Jerome Boateng (Oberschenkelprobleme) zunächst nicht auf dem Aufstellungsbogen, gab aber beim Warmschießen Entwarnung. Anders als in der unmittelbaren Spielvorbereitung bekam Rost im ersten Durchgang nicht viel zu tun. Nur bei einem unplatzierten Kopfball und einem Linksschuss von Herthas einzigem Angreifer Adrián Ramos (14./33.) musste der 36-Jährige eingreifen.

Stattdessen prägten Ideenlosigkeit und Fehlpässe die Darbietung von beiden Seiten. Insbesondere das HSV-Angriffsspiel hakte anfangs. Ohne Nationalspieler Piotr Trochowski, dem Labbadia bis zur 70. Minute Youngster Tunay Torun vorzog, gab es für die beiden Sturmspitzen Mladen Petric und Eljero Elia kaum verwertbare Zuspiele.

Kurz vor der Pause drückten die Hausherren dann aber nochmals aufs Tempo - und wurden prompt belohnt. Nach einem Solo von Torun, der seinen Startelf-Einsatz rechtfertigte, landete der Ball bei Jansen. Der Linksfuß ließ sich diese Chance nicht entgehen und «tunnelte» Berlins Torhüter Jaroslav Drobny mit seinem sechsten Saisontor zur Führung. 60 Sekunden später hätte Elia, der für den grippekranken Schweden Marcus Berg in den Angriff gerückt war, auf 2:0 erhöhen können.

Nach Wiederanpfiff kamen beide Teams etwas engagierter aus der Kabine. Nachdem Petric, für den Ruud van Nistelrooy ab der 64. Minute sein Heimdebüt in der Liga feierte, nach 34 Sekunden in Rücklage den Ball auf die Tribüne gedroschen hatte, war Ramos auf der Gegenseite einem Treffer näher. Nach einem Querschläger von Cicero traf der Kolumbianer aber aus vier Metern nur die Querlatte (49.) - zum Ärger von Friedhelm Funkel, dem die Club-Spitze vor seinem 450. Bundesliga- Spiel als Coach am Donnerstag in einer Krisensitzung das Vertrauen ausgesprochen hatte.

Doch obwohl Funkel in der Endphase mit der Einwechslung der Angreifer Artur Wichniarek und Theofanis Gekas alles auf eine Karte setzte, blieb die Schlussoffensive wirkungslos. Der wenig überzeugende HSV rettete die Führung über die Zeit und hielt so die Verfolger Borussia Dortmund und Werder Bremen auf Distanz.

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Datum:  6.3.2010
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