Der Geringste war er ganz sicher nicht. Mladen Petric war der Letzte, weil er es so wollte. "Ich gehe immer als Letzter auf den Platz", verrät der 28-Jährige. Das war auch in Nürnberg nicht anders - bei seinem Comeback, das beim HSV so viele Hoffnungen weckt. Der "Magier" ist wieder da. Und er zauberte gleich bei seinem ersten Auftritt den Glanz zurück ins Hamburger Spiel.
Knipser, Spielmacher, Spaßvogel - der Fußballer Petric hat viele Gesichter, viele Qualitäten. Vor allem hat er Erfahrung, Ruhe am Ball und die technischen Fähigkeiten, seine Kollegen optimal in Szene zu setzen. "Ich bin sehr froh, dass Mladen schon so weit ist. Er hält die Bälle, mit ihm kann man Doppelpass spielen. Klasse, dass es so funktioniert hat", freute sich Kapitän David Jarolim. Petric war die Freude über sein Super-Comeback deutlich anzusehen - vor allem zu Beginn des Spiels. "Am Anfang habe ich mich richtig gut gefühlt, am Ende war ich ziemlich platt." Kein Wunder nach zwei Monaten Spielpause.
Aber auch mit schweren Beinen bewies der Kroate, dass er im HSV-Angriff nicht ersetzbar ist. Sieht auch Labbadia so: "Ein Spieler wie Petric bindet Männer. Ich habe ihm vorher gesagt: ¸Heute kommt es nicht darauf an, dass du ein Tor schießt. Es geht um deine Präsenz, darum, dass du dich zeigst und Bälle hältst, damit wir nachrücken können.`"
Petric marschiert vorneweg, der Rest rückt nach - könnte auch gegen Bremen klappen. Der "Magier" ist schließlich wieder in Zauberlaune.