Die Situation wird immer dramatischer: Die Freezers sind nach der 3:5-Pleite (0:1, 2:1, 1:3) in Ingolstadt wieder Schlusslicht, Mike Schmidt massiv unter Zugzwang. Nur ein Sieg gegen Nürnberg (Donnerstag, 19.30 Uhr) rettet dem Coach vorerst den Job.
"Für Erfolg ist noch niemand entlassen worden. Bleiben Siege aus, wackelt jeder Trainer. Meine Uhr tickt", sagt Schmidt und dabei schwingt schon so etwas wie Resignation mit.
In Ingolstadt stellten sich die Freezers ausnahmsweise mal ganz patent an, gingen nach Peacocks Ausgleich (28.) durch Beaucage (34.) und Plachta (46.) sogar zwei Mal in Front. Doch Nachlässigkeiten in der Schlussphase kosteten wieder einmal den Sieg. "Ich habe einen Aufwärtstrend erkannt. Aber so ist das eben, wenn man knietief drin steckt", stellt sich Schmidt erneut vors Team.
Rückendeckung erhält der Coach von Boss Boris Capla - noch. "Gegen Nürnberg ist Mike unser Trainer. Definitiv", sagt Capla und dementiert gleichzeitig mit möglichen Nachfolgern gesprochen zu haben.
Dennoch: Der Trainer-Stuhl bei den Freezers gleicht in diesen Tagen einem Schleudersitz. "Für die Wette, dass Mike die Saison als Trainer übersteht, gebe es sicherlich hohe Quoten", sagt Capla. Auf einen möglichen Titelgewinn der Freezers winkten zurzeit ebenfalls astronomische Gewinne ...
Angesichts des gruseligen Programms für die kommenden zehn Tage (Nürnberg, Frankfurt, Köln und Mannheim) wird so manchem Hamburger Fan Angst und Bange.