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FORMEL 1

Michael Schumacher wittert Betrug

Michael Schumacher

Foto: dpa

Zuvor hatte sich der Rückkehrer und Rekordweltmeister den Formel-1- Rennwagen von Weltmeister Jenson Button und Ex-Champion Lewis Hamilton am Samstag nach der Qualifikation zum Großen Preis von Bahrain genauer angeschaut.



Schumacher ist nicht der erste. Der Internationale Automobilverband FIA schickte schon seine Technischen Delegierten zur Abnahme des McLaren-Mercedes. Keine Beanstandung. Das sehen nicht alle so. „Es ist klar, dass das System von McLaren komplett illegal ist“, sagte Renault-Teammanager Bob Bell dem britischen Sender BBC.



Worum geht es genau? Durch den Schlitz vor dem Cockpit strömt Luft ein, diese wird kanalisiert und fließt durch die „Haifischflosse“ auf dem Rücken des MP4-25 zum Heckflügel. Die Konsequenz: Der sogenannte Abtrieb kann zusätzlich beeinflusst werden, also die Kraft, mit der das Auto auf den Boden gepresst wird. Auf der Geraden sind die McLarens damit schneller, schätzungsweise fünf Stundenkilometer.



Bedient wird das System aus dem Cockpit heraus. Weltmeister Jenson Button und Ex-Champion Lewis Hamilton müssen lediglich eine Öffnung mit dem Knieabdecken, und der Luftstrom wird unterbunden.



Nun besagt das Reglement, dass bewegliche aerodynamische Teile verboten sind. Als solche wertete die FIA die findige Idee offensichtlich nicht. Es bleibt abzuwarten, wie die Konkurrenz darauf reagiert. Vor einem Jahr hatte das damalige Brawn-Team mit seinem Doppel-Diffusor für Furore gesorgt. Die Rivalen zogen teilweise nach. Brawn gewann dennoch mit Button den Fahrertitel und auch die Konstrukteurs-Wertung. Ross Brawn, Schumachers Teamchef bei Mercedes Grand Prix, kündigte in Sachen Nasenschlitz schon an: „Wir werden unsere eigene Version entwickeln.“

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Datum:  14.3.2010
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