MOPONews
News

Flugzeugbau

Airbus-Fertigung in China stößt in Frankreich auf Kritik

Paris/Manila - Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat einen weiteren Auftrag an Land gezogen, doch die zuvor bekannt gegebenen Pläne für eine Fertigung in China stoßen in Frankreich auf Kritik.

Wie Airbus mitteilte, hat die Fluggesellschaft Philippine Airlines mit der EADS-Tochter einen Vertrag über Kauf und Leasing von bis zu 18 Flugzeugen im Wert von 840 Millionen Dollar (718 Mio Euro) unterzeichnet. Einen Tag zuvor hatte Airbus aus China bereits eine Großbestellung von 150 Flugzeugen zum Katalogpreis von fast 10 Milliarden Dollar erhalten. Die Gegenleistung, die Einrichtung einer Montagefabrik in China, rief in Frankreich Widerstand hervor.

Der Wirtschaftsforscher Christian Harbulot äußerte die Befürchtung, das asiatische Land könne vom Westen im Flugzeugbau ähnlich wie einst in der Textilwirtschaft zu einem Konkurrenten aufgebaut werden. «Die Europäer haben gebilligt, was die US-Behörden Boeing verboten haben, nämlich den Bau eines Montagewerks, was einen bedeutenden Technologietransfer voraussetzt», sagte Harbulot der Pariser Zeitung «Le Parisien». «Boeing durfte nur eine Reparatur- und Wartungswerft bei Schanghai bauen.»

Der Direktor der Pariser Ecole de Guerre Économique warf dem Flugtechnikkonzern EADS vor, «über den Tisch gezogen worden» zu sein. EADS/Airbus mache zwar anfangs gute Geschäfte, laufe aber Gefahr, dass China in einigen Jahren «die gleichen Flugzeuge baut und keine Airbusse mehr kauft». Dass die Börse das Geschäft feiere, zeige nur, dass die Börsianer «sich nicht um die Zukunft eines Unternehmens wie Airbus kümmern», sondern kurzfristig denken.

Auch französische Medien äußerten sich skeptisch wegen des Airbus- Geschäfts. «Der Airbus-Triumph täuscht», schreibt der lothringische «Est Républicain». «Schneller als gedacht werden alle Bereiche betroffen sein: Auto, Informatik, Telekommunikation...». Das «Télégramme» in Brest warnt davor, in der Luftfahrt den Fehler des Technologietransfers in der Textilindustrie zu wiederholen.

EADS hatte am Montag den Verkauf von 150 Flugzeugen der Typen Airbus A319, A320 und A321 an China bekannt gegeben. Die Vereinbarung mit Philippine Airlines umfasst den Kauf von neun A320 und Optionen auf fünf weitere. Zwei zusätzliche A320 sowie zwei A319 sollen von GE Capital Aviation Services geleast werden. Die Flugzeuge würden vor allem im Inlandsverkehr sowie auf einigen asiatischen Routen eingesetzt, hieß es. Philippine Airlines erwartet den Beginn der Lieferungen von Mitte nächsten Jahres an.

Unterdessen ist am Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder am Dienstag eine neue Produktionshalle für die A320-Familie in Betrieb gegangen. In der 25 Millionen Euro teuren Halle werden Rumpfhecks mit einer Länge von bis zu 23,9 Metern zusammengebaut. Im nächsten Jahr sollen in Hamburg und Toulouse monatlich 30 Flugzeuge der A320-Familie gebaut werden. 2005 werden allein in Hamburg 160 Maschinen ausgeliefert.

Weitere Meldungen News
Stefanie Hertel und Sergiy Plyuta sind im Halbfinale ausgeschieden.

Die 32-Jährige erhielt am Mittwochabend in der zehnten Show der Staffel von der Jury die wenigsten Punkte der verbliebenen drei Promi-Kandidatinnen.  mehr...

Da wusste er schon Bescheid: Norbert Röttgen am Mittwoch auf dem Weg zur Kabinettssitzung.

Nur drei Tage nach seiner katastrophalen Niederlage bei der Wahl in NRW feuerte Kanzlerin Angela Merkel auf einer überraschenden Pressekonferenz den Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Sein Nachfolger wird Peter Altmaier.  mehr...

Zu welcher Promi-Frau gehört wohl dieser wohlgerundete Po?

Am Mittwoch veröffentlichte das US-Magazin „Forbes“ seine alljährliche Liste der 100 „mächtigsten Berühmtheiten der Welt“. Und wer hat es da auf den begehrten Platz eins geschafft? Hier wird's verraten!   mehr...

Datum:  6.12.2005
Empfehlen: E-Mail
Kontakt: Redaktion
Artikel: Drucken
Thomas Hirschbiegel

Aufschriften auf Firmenwagen sind immer wieder ein ergötzliches Thema. Jetzt stand ich am Eimsbütteler Markt hinter einem Transporter, auf dem stand: „Vor Ihnen fahren die Maler mit Freude am Beruf.“