Die Story: Kaum haben die Vorstadtkrokodile ihr neues Hauptquartier in einem alten Bergwerksstollen eingerichtet, droht ihnen die Auflösung. Denn in der Fabrik, in der die Eltern von Bandenoberhaupt Olli und dessen Schwester Maria arbeiten, gibt es wegen mysteriöser Maschinenausfälle große Probleme. Im Falle einer Pleite müssten Olli und Maria, die sich gerade schwer in Co-Krokodil Hannes verguckt hat, mit ihren Eltern in eine andere Stadt ziehen. Und das wäre das Ende der Bande. Um das zu verhindern, will die Truppe, zu der noch der Rollstuhlffahrer Kai, der griechischstämmige Jorgo, der dicke Frank und der zum Stottern neigende Peter gehören, den Vorfällen in der Fabrik auf den Grund gehen - und kommen dabei einem skrupellosen Spekulanten auf die Schliche.
Die Schauspieler: Die "Krokodile" um Nick Romeo Reimann (Hannes), Leonie Trepte (Maria), Manuel Steitz (Olli) und Fabian Halbig (Kai) sind ihren Rollen mittlerweile fast schon entwachsen. Dessen ungeachtet machen sie ihre Sache aber wieder ausgezeichnet. Ausgesprochen spielfreudig auch Neuzugang Ella Maria Gollmer als Kais schrille ältere Cousine Jenny, die auf den Rolli-Fahrer während der urlaubsbedingten Abwesenheit seiner Eltern aufpassen soll, die Hormone einiger männlicher Bandenmitglieder ordentlich in Wallung bringt und letztlich zeigt, dass mehr in ihr steckt als nur ein Paris-Hilton-Verschnitt. Von den erwachsenen Darstellern gefällt besonders Nora Tschirner als Hannes' supersympathische Mutter, die auch sehr streng sein kann. Vor allem, als sie gewahr wird, dass ihr Sohn sie via Internet zu verkuppeln versucht.
Der Regisseur: Ging es im Vorgängerfilm, der auf dem gleichnamigen Jugendbuch Max von der Grüns basierte, verstärkt um die Integration des querschnittgelähmten Kai in die Gruppe, weist der zweite - nun eigenständige - Teil auf die möglichen sozialen Folgen des Verlusts von Arbeitsplätzen hin. Aber darüber vernachlässigt Christian Ditter, der mit Neil Ennever auch das Drehbuch ausarbeitete, erneut weder Spaß noch Spannung. Die vielen cool-frechen Sprüche kommen gut. Alle, aber wirklich alle Gags zünden. Und die Actionszenen - ob mit Kran, Rollstuhl, Skateboard oder Auto - sind versiert inszeniert. Da stört es kaum, dass die Story an einigen Punkten nicht so ganz schlüssig ist.
Fazit: Die jungen Titelhelden rocken den Kinosaal auch bei ihrem zweiten Auftritt.
D, 90 Min., ab 6 J., Abaton, Cinemaxx Dammtor und Harburg, Koralle, Hansa-Filmstudio, UCI (alle)
Note: 2
BU: Machen erneut ihr Ruhrpott-Quartier unsicher: die coolen Vorstadtkrokodile
Verständnisvoll: Kais Eltern (Smudo und Maria Schrader)