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Filmkritik

She, a Chinese

Die Story: Die junge Mei will etwas erleben, und das geht in der chinesischen Provinz genauso wenig wie irgendwo sonst in der Welt. Also kündigt sie ihren Job in einem Billardsalon, sagt den Eltern adé und zieht in die nächste größere Stadt. Dort verliebt sie sich in Spikey, einen Kleingangster, der davon spricht, nach London zu gehen. Als Spikey aber bei einem Job tödlich verletzt wird, nimmt Mei kurzentschlossen sein gespartes Geld an sich und fährt nach London, wo sie bald darauf den pensionierten Lehrer Mr. Hunt kennenlernt. Wegen der Aufenthaltsgenehmigung heiratet Mei ihn sogar, verliebt sich aber schon bald in den jungen indischen Einwanderer Rachid, für den sie die Zweckgemeinschaft mit Mr. Hunt aufzukündigen gedenkt ¼



Die Schauspieler: So hübsch Huang Lu in der Titelrolle auch anzusehen ist und weiß, wie sie ein gelangweiltes Gesicht aufzusetzen hat, verfügt ihr Spiel letztlich über eine zu geringe Bandbreite, um den Zuschauer über die gesamte Dauer des Films für sich einzunehmen. Geoffrey Hutchings als ihr ältlicher Mann und Chris Ryman als junger Geliebter mühen sich redlich, ihren Figuren eine gewisse Kontur zu geben.



Die Regisseurin: Bisher vor allem als Schriftstellerin und Dokumentarfilmerin hervorgetreten, hat die in Großbritannien lebende Guo Xiaolu für ihren ersten Spielfilm beim Festival in Locarno den Goldenen Leoparden und beim Filmfest Hamburg den Drehbuchpreis bekommen. Dennoch zeichnet Guo ein eher oberflächliches Bild vom Leben in China. Die interessantesten Momente gelingen ihr, wenn sie in London westliche, östliche und islamische Kulturen aufeinanderprallen lässt.



Fazit: Lebendiges, aber etwas unausgereiftes Porträt einer jungen Chinesin auf dem Weg in den Westen.

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Datum:  4.2.2010
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