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Filmkritik

Gamer

Die Story: Mit der Nanotechnologie des brillanten Nick Castle (Michael C. Hall) lassen sich in naher Zukunft andere Menschen per Gamepad kontrollieren. Gut betuchte Videospieler steuern Gefängnisinsassen im Kampf auf Leben und Tod durch die Arena des Online-Games "Slayer". Übersteht einer der Gladiatoren 30 Duelle, winkt ihm die Freiheit. Der zu Unrecht verurteilte Kable (Gerard Butler) hat sich bereits durch 27 dieser Matches geballert. Doch Castle verfolgt andere Pläne, als seinen Schützling einfach so ziehen zu lassen¼



Die Schauspieler: Zunächst mäht Gerard Butler ("300") seine Gegner ferngesteuert, später dann freiwillig nieder. Ein Profil entwickelt er dabei jedoch nicht. Selbst die Liebe zu seiner Frau (Amber Valletta) - und damit der Antrieb für sein Handeln - bleibt reine Behauptung. Michael C. Hall gibt den größenwahnsinnigen NeoSteve-Jobs hingegen mit derselben hintergründig-dämonischen Ausstrahlung, die ihn auch als sympathischen Serienmörder in der Kultserie "Dexter" auszeichnet.



Die Regisseure: Ihr Debüt "Crank" machte Mark Neveldine und Brian Taylor zu Shooting Stars der Regieszene. Mit stakkatoartigen Schnitten und bis ins Absurde übertriebenen Gewaltausbrüchen schufen sie etwas vollkommen Neues. Auf dieses Erfolgsrezept hat das Duo auch diesmal zurückgegriffen. Doch das Ergebnis fällt zwiespältig aus. Weil "Gamer" im Gegensatz zum weitgehend inhalts-freien "Crank" tatsächliche eine Story erzählen will, macht es hier nämlich deutlich weniger Sinn, die Szenen einfach nur lose aneinanderzureihen.



Fazit: "Gamer" strotzt nur so vor kleinen satirischen Einfällen, doch der übergreifende Spannungsbogen geht zwischen den orgiastischen Schnittfolgen verloren.



Note: 3

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Datum:  7.1.2010
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