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Filmkritik

Friendship!

Die Story: 1989 bringt David Hasselhoff die Berliner Mauer zu Fall. Vom Duft der neu gewonnenen Freiheit betört, planen die besten Freunde Veit (Friedrich Mücke) und Tom (Matthias Schweighöfer) einen Trip zum westlichsten Punkt der Welt: der Golden Gate Bridge in San Francisco. Doch das Begrüßungsgeld reicht nur für Flugtickets bis nach New York. Beim Trampen einmal quer durchs Land stellen die Kumpels schnell fest, dass auch Amerika keinen Deut "normaler" ist als die DDR ...



Die Schauspieler: Matthias Schweighöfer gibt dem Affen ordentlich Zucker. Ob als Verkäufer von gefälschten Mauerstücken, als Stripper in russischer Militärkluft oder als Nackedei auf der Flucht vor der Polizei - der "Keinohrhasen"-Star gibt in jeder Szene Vollgas. Newcomer Friedrich Mücke wirkt da mitunter fast wie ein Spielverderber. Doch ohne seine zurückgenommene Art würde das überraschende, sehr emotionale Finale niemals eine solch durchschlagende Wirkung erzielen.



Der Regisseur: Der Drops ist offenbar auch nach zwanzig Jahren noch lange nicht gelutscht. Pünktlich zum Mauerfalljubiläum kamen zuletzt wieder verstärkt DDR-Filme in die Kinos. Doch "Friendship!" ist weniger ein Film zur Frage "Unrechtsstaat oder Trabanten-Paradies mit Vollbeschäftigung?" als vielmehr ein waschechtes Roadmovie, das mit skurrilen Charakteren nur so um sich schmeißt. Vom zugedröhnten Comic-Zeichner bis zur Biker-Gang mit einer Vorliebe für "Krieg der Sterne"-Spielzeug bietet Regisseur Markus Goller dem Publikum ein buntes Sammelsurium an ausgefallenen Gastfiguren. Für Spaß und Kurzweil ist daher reichlich gesorgt.



Fazit: Grundsympathisches Roadmovie, das der DDR und der USA mit demselben warmherzig-nostalgischen Blick begegnet.

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Datum:  14.1.2010
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