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Filmkritik

Das Fischkind - El niño pez

Wanne

Foto: hfr

Die Story: Nicht nur aus Langeweile hat sich Lala, ein Mädchen aus einem reichen Vorort von Buenos Aires, auf eine Liebesbeziehung mit Guayi, dem 20-jährigen Hausmädchen der Familie eingelassen: Sie fühlt sich wirklich zu ihr hingezogen. Gemeinsam träumen die beiden davon, nach Paraguay abzuhauen, wo Guayi am Ufer des Ypoà-Sees aufgewachsen ist. Doch der Tod von Lalas Vater, der ein Glas vergiftete Milch getrunken hatte, durchkreuzt dieses Vorhaben. Kaum dass Lala, die schließlich allein aufgebrochen ist, am Ypoà-See angekommt, muss sie erfahren, dass Guayi wegen Mordes verhaftet wurde und in einem Kinderheim festgehalten wird. Um ihre große Liebe zu retten, macht sich Lala sofort auf den Weg zurück nach Buenos Aires.



Die Schauspieler: Inés Efron und Mariela Vitale spielen ihre Rollen als Lala und Guayi in jeder Hinsicht überzeugend: Efron, die schon in "XXY" die schwierige Rolle einer jugendlichen Hermaphroditin bravourös meisterte, und Vitale, die in Argentinien ein gefeierter Popstar ist, werden so sehr eins mit ihren Rollen, dass man als Zuschauer von der ersten Szene an vom nuancierten Spiel der beiden gefangen genommen ist.



Die Regisseurin: Lucía Puenzo, die Tochter des Regisseurs Luis Puenzo, setzt hier den in ihrem Debüfilm "XXY" eingeschlagenen Weg konsequent fort: Mit viel Fingerspitzengefühl und enormem inszenatorischen Erfindungsreichtum erzählt sie von der schwierigen Suche zweier junger Frauen nach ihrer Identität. Dafür findet Puenzo genau die richtigen Bilder. Zudem beschränkt sich ihr Blick aber nicht auf das Private, sondern auch auf gesellschaftliche und politische Missstände in Argentinien.



Fazit: Ein Liebesfilm, der im wahrsten Sinne des Wortes zu neuen Ufern aufbricht.

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Datum:  4.2.2010
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