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Filmkritik

Armored

Die Story: Irak-Kriegsheimkehrer Ty (Columbus Short) heuert bei einer auf Geldtransporte spezialisierten Firma an, in der auch sein Patenonkel Michael (Matt Dillon) arbeitet. Der heckt mit vier Kollegen einen vermeintlich narrensicheren Coup aus, bei dem es um 42 Millionen Dollar geht. Der Plan: die Kohle in Empfang nehmen, sie in einer verlassenen Fabrikhalle verstecken und anschließend einen Überfall vortäuschen. Nach anfänglichem Zögern lässt sich der Michaels Mannschaft zugeteilte Neuling, den gerade arge Geldnöte plagen, zum Mitmachen beschwatzen. Er stellt allerdings die Bedingung, dass alles gewaltfrei abläuft. Tut es dann natürlich nicht. Als ein in der Fabrikhalle herumlungernder Obdachloser Zeuge des illegalen Treibens wird, fallen tödliche Schüsse. Nun stellt sich Ty gegen seine Komplizen - und verschanzt sich nach einem gescheiterten Fluchtversuch erst einmal in einem der beiden gepanzerten Transporter.



Die Schauspieler: "Stomp The Yard"-Oberstomper Columbus Short bekommt es hier mit einigen illustren Widersachern zu tun. So zählen zu den Bösen neben Matt Dillon etwa noch Jean Reno und Laurence Fishburne. Im Gegensatz zu denen wirkt der Held, der bald nicht nur seine Haut, sondern auch noch die eines angeschossenen Cops retten will, ein wenig farblos.



Der Regisseur: Nimród Antal hat sich mit dem U-Bahn-Thriller "Kontroll" (2003) einen Namen gemacht. War der noch recht unkonventionell ausgefallen, zeichnete sich sein Hollywood-Debüt, der Schocker "Motel" (2007), eher durch Geradlinigkeit aus. Gleiches gilt für "Armored". Kaum hat es den ersten Toten gegeben, spitzt sich die Lage in der Fabrikhalle rasch und brutal zu. Spannung ist garantiert, wenn das um die Millionen bangende Quintett unter Zeitdruck fieberhaft versucht, den Wagen aufzubrechen, in dem sich Ty verschanzt hat. Warum sie allerdings der Bodenklappe keine Aufmerksamkeit schenken, durch die der Abtrünnige beinahe nach Belieben ein- und ausspaziert, bleibt dabei allerdings ebenso ein Mysterium wie Michaels urplötzliche Wandlung vom eigentlich ganz jovialen Typen zum Charakterschwein.



Fazit: Schnörkelloses B-Movie mit einigen Darstellern aus der A-Liga.

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Datum:  4.2.2010
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