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Filmkritik

13 Semester - Der frühe Vogel kann mich mal

Die Story: "Endlich raus aus der Provinz", denkt sich Momo (Max Riemelt), als er das Brandenburger Hinterland zurücklässt, um sein Studium an der Technischen Universität in Darmstadt aufzunehmen. In den folgenden 13 Semestern durchlebt der eher an Partys als an Vorlesungen interessierte Wirtschaftsmathematiker alle Höhen und Tiefen des Studentendaseins: von der Wohnungssuche über Flirtversuche mit Traumfrau Kerstin (Claudia Eisinger) bis hin zu einer von vornherein zum Scheitern verurteilten Flucht in die Selbstständigkeit.



Die Schauspieler: Wie schon in "Der rote Kakadu" und "Die Welle" fällt es auch hier unglaublich leicht, sich mit Max Riemelt zu identifizieren. Und weil der Film gerade darauf abzielt, dass sich das Publikum an eigene Studienerlebnisse erinnert fühlt, ist diese Qualität natürlich doppelt wichtig. An Riemelts Seite amüsiert Amit Shah als indischer Austauschstudent Aswin, der sich und seine Kumpels beim Lernen stets mit "Käffche" wachhält und eine unwahrscheinliche Karriere als Moderator im Verkaufsfernsehen hinlegt.



Der Regisseur: "13 Semester" ist der erste deutsche Film, bei dem das Studium selbst im Mittelpunkt steht. Regisseur Frieder Wittich und sein Drehbuchautor Oliver Ziegenbalg haben Anekdoten aus ihrer eigenen Studienzeit mit denen von Freunden, Bekannten und Kommilitonen zu einem Destillat vermengt, das den Nagel auf den Kopf trifft: Wer sich nicht in wenigstens ein paar der Episoden wiedererkennt, hat aller Wahrscheinlichkeit nach noch nie eine Uni von innen gesehen.



Fazit: Die passende Komödie für alle Langzeitstudenten, Spätaufsteher und Studiengebührenverweigerer.



Note: 2

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Datum:  7.1.2010
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