MOPONews
News

Filmkritik

"Surrogates": Düsterer Sci-Fi-Thriller mit Bruce Willis

Guck mal, nur schöne Leute, wir haben heute die Hässlichen eingesperrt ..." So sang einst der Popbarde Purple Schulz - im Sci-Fi-Thriller "Surrogates" ist diese Horrorvorstellung Wirklichkeit, wenn auch etwas anders als in dem Lied gemeint.



In naher Zukunft gehen die Leute (zumindest die, die es sich leisten können) nicht mehr aus dem Haus. Ihre makellosen Roboter-Kopien, sogenannte "Surrogates", erledigen stattdessen Job, Freizeitaktivitäten, Flirts - einfach alles. Die von Falten und Bauchansatz geplagten echten Menschen liegen derweil, meistens deprimiert, oft mit Drogen vollgepumpt, im heimischen Sessel und steuern von dort ihren Avatar.



In dieser "schönen neuen Welt" geht auch die Kriminalitätsrate gen null, und so schieben die Duplikate der FBI-Agenten Tom Greer (Bruce Willis) und Jennifer Peters (Radha Mitchell) eine ziemlich ruhige Kugel. Das ändert sich, als nachts vor einer Nobeldisco ein Student auf bizarre Weise ermordet wird, auch das Original ließ dabei zu Hause im Bett sein Leben. Die beiden Polizisten finden heraus, dass der Tote der Sohn Dr. Lionel Canters (James Cromwell) war, Schöpfer des Hightech-Systems, mit dem die künstlichen Doubles hergestellt werden. Die Spur führt Greer und Peters zu einer Gruppierung, die sich, auch unter Einsatz von Gewalt, für die Abschaffung der Maschinen-Klone einsetzt ...



Regisseur Jonathan Mostow ("Terminator 3") inszeniert diese erschreckende Zukunftsvision, eine Adaption der fünfbändigen, gleichnamigen Graphic Novel, in klinisch-kühlen Bildern und lässt seine Stars Willis und Mitchell ("Silent Hill") mit starrer Miene und stets perfekt sitzenden Frisuren - auch Willis! - durch die Stadt stapfen. Um unser Unbehagen zu steigern, zeigt Mostow von Zeit zu Zeit die Alter Egos all der Männer und Frauen, die da in unglaublicher Makellosigkeit auf der Leinwand zu sehen sind - man versteht, warum sich kaum noch jemand als er selbst auf die Straße traut.



Umso größer ist die Freude, als der fast 55-jährige Bruce Willis, nachdem sein Kunstkörper zerstört wurde, endlich so zu sehen ist, wie wir ihn mögen: mit Glatze und etlichen Fältchen. Gesellschaftskritik, intelligente Science-Fiction und eine spannende Story - es hätte der große Wurf sein können. Doch leider drängt Mostow das beängstigende Thema zugunsten geradliniger Ac-tion allzu sehr in den Hintergrund. Sehenswert ist's trotzdem.



Fazit: Solider Thriller mit Bruce Willis in bester "Stirb langsam"-Manier.



Note: 2



88 Minuten, ab 12 Jahren, Cinemaxx Dammtor, UCI-Kinos (alle)

Weitere Meldungen News
Der Börsengang es sozialen Netzwerks Facebook verlief chaotisch.

Der Wirbel um Facebook hält an: Nach Informationen mehrerer US-Medien erwägt das Soziale Netzwerk, wegen der massiven technischen Pannen beim Handelsstart die Börse zu wechseln.   mehr...

Verschmitztes Lächeln, scharfe Zunge: Das ist Dieter Hildebrandt.

Er hat die schärfste Zunge des Landes - und ist auch im hohen Rentenalter ein Unruheständler: Dieter Hildebrandt feierte seinen 85. Wie gut er immer noch lästern kann, zeigt er bei uns.  mehr...

Im vorderen Teil des Atom-U-Boots „USS Miami“ brach das Feuer auf. Hier ist der Brand von Weitem zu sehen.

Bei einem Feuer an Bord eines Atom-U-Boots in einer Werft im US-Staat Maine sind sechs Menschen verletzt worden, darunter ein Mitglied der Feuerwehr.   mehr...

Datum:  21.1.2010
Empfehlen: E-Mail
Kontakt: Redaktion
Artikel: Drucken
Typisch Frau

Der Mai ist da, die Leute heiraten. So mit Mitte zwanzig kriegt die Frau die ersten „Hurra, wir trauen uns“-Einladungen.