Die Story: Der seinen Glanzzeiten hinterherschlitternde Eishockey-Profi Derek Thompson wird von seinen Gegnern nur noch gefürchtet, weil kein Gebiss vor ihm sicher ist. Das hat dem Bodycheck-Spezialisten den Spitznamen „Zahnfee“ eingebracht. Auch sonst benimmt er sich öfters mal fies: Einem jungen Fan zerstört er zum Beispiel die Hoffnung, einmal Eishockey-Profi zu werden. Als er dann auch noch der kleinen Tochter seiner Freundin Carly den Glauben an die Zahnfee rauben will – die einem amerikanischen Kinderglauben zufolge die unter dem Kopfkissen deponierten ausgefallenen Milchzähne gegen Bares tauscht – ist das Maß voll. Derek wird vors Feengericht zitiert, des Mordes an der Fantasie für schuldig befunden und von der Oberfee zu zwei Wochen Zwangsarbeit im Milchzahn-Business verdonnert.
Die Schauspieler: Dass ihm Selbstironie nicht fremd ist, hat Dwayne Johnson unter anderem schon als „Daddy ohne Plan“ bewiesen. In diesem Sinne macht der Muskelprotz auch als „Zahnfee auf Bewährung“ keine schlechte Figur. Für einige Schmunzler gut ist auch der hagere britische Comedian Stephen Merchant als Dereks „Bewährungshelfer“. Daneben gefallen Julie Andrews als strenge Oberfee und Ashley Judd als patente Carly. Nicht zu vergessen Billy Crystal, der – in Anspielung auf Waffenmeister Q aus den James-Bond-Streifen – den Delinquenten mit Zahnfee-Hilfsmitteln wie Schrumpfpaste, Unsichtbarkeitsspray und Amnesiestaub vertraut macht.
Der Regisseur: Dass Derek geläutert wird und sich dabei allmählich auf alte Stärken zurückbesinnt, ist klar. Ebenso, dass er vor Erreichen seines Lernziels noch einmal rückfällig wird. Origineller ist der Slapstick-Parcours, den Michael Lembeck und sein Autorenteam für ihren Helden bereithalten. Bei Dereks Missgeschicken kann man durchaus Spaß haben – selbst wenn man aus dem Milchzahn-Alter raus ist.
Fazit: Formelhafter, aber nicht uncharmanter Familienfilm.