Die Story: Nachdem die schöne Blutsaugerin und Werwolf-Killerin Selene im ersten Teil ihren Vorgesetzten Viktor tötete, ist sie nun mit dem Vampir-Werwolf-Hybriden Michael auf der Flucht vor den eigenen Leuten. Dabei muss sich das Pärchen besonders vor Ur-Vampir Marcus in Acht nehmen. Der hat Allmachtsfantasien, die er mit Hilfe seines Zwillingsbruders, dem aus gutem Grund weggesperrten Ur-Werwolf William, verwirklichen will. Nur Selene scheint zu wissen, wo dessen Verlies zu finden ist.
Die Schauspieler: Ob derzeit Kate Beckinsale als Selene oder Charlize Theron als "Aeon Flux" im engen Schwarzen die bessere Figur macht, muss jeder für sich entscheiden. Im Fernduell an den US-Kinokassen hatte jedenfalls Erstere die hübsche Nase vorn. Im Vergleich mit seiner bleichen Filmpartnerin bleibt "Hybriden-Michael" Scott Speedman erneut recht blass, während Tony Curran als Marcus mit höllischen Kräften vor keiner blutigen Schandtat zurückschreckt.
Der Regisseur: Len Wiseman spinnt weiter an seiner Vampir- und Werwolf-Saga, die diesmal um das schwierige Verhältnis eines Vaters (Derek Jacobi) zu seinen missratenen Zwillingssöhnen kreist. Der theoretische Überbau, der das komplizierte Mit- und Gegeneinander der Spezies erklärt, sorgt im Verbund mit einer unüberschaubaren Vielzahl an Charakteren dabei für unnötige Verwirrung. Die eigentliche Story, angereichert um ein "Romeo und Julia"-Motiv, ist dagegen schlicht. Denn hier geht es vor allem um spezialeffektvolle Metzeleien in durchgestyltem Gothic-Look. Deren tieferer Sinn wird erst in der Mitte des Films in kompakter Form enthüllt, bevor es dann munter weiterkracht. In einem drohenden dritten Teil erfährt man wohl, ob die von Beckinsale-Gatte Wiseman recht züchtig auf Zelluloid gebannte Bettszene zwischen Selene und Michael Früchte trägt. Und wenn ja, mit welchem genetischen Ergebnis.
Fazit: Für Fans des ersten Teils ein Muss, für alle anderen nur bedingt sehenswert.