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Teufelskicker

Die Story: Nach der Trennung seiner Eltern muss Moritz mit seiner Mutter zu seinem grantigen Opa Rudi ziehen. Leider kann der fußballverrückte Knirps nun nicht mehr bei seinem alten, von seinem Vater trainierten Verein spielen. Und beim örtlichen VfB wird er demütigend abgewiesen; dafür sorgt der gemeine Mark. Kurzerhand stellt Moritz ein Straßenfußball-Team zusammen, zu dem auch Marks Stiefschwester Catrina und die sich in Akrobatik-Aktionen übende Parkour-Gang um den „Freak“ Alex gehören. Die „Teufelskicker“ sind geboren – und fordern bei einem Turnier die Platzhirsche vom VfB heraus. Die wiederum werden von Rudis Intimfeind und Marks Vater Rothkirch gemanagt.



Die Schauspieler: Henry Horn, Sänger der Nachwuchs-Combo Apollo 3, wirkt recht natürlich und gibt als nicht verzagender Moritz eine prima Identifikationsfigur ab. Auch die Erwachsenen-Rollen sind gut besetzt: mit Diana Amft als Moritz’ Mutter, die von Fußball keinen Schimmer hat, Benno Fürmann als Moritz’ reumütigem fremdgängerischem Vater, Reiner Schöne als sich von Szene zu Szene grummelndem Opa Rudi und Armin Rohde als echt fiesem Rothkirch. Der heimliche Star des Ensembles ist Kaan Aydogdu als kleinster, aber auch frechster Teufelskicker.



Der Regisseur: Die von Granz Henman („Knallharte Jungs“) aufs Feld geschickten Teufelskicker, auch Stars einer gleichnamigen Buch- und Hörspielreihe von Frauke Nahrgang, treten in die Stollenabdrücke der sich im verdienten Kino-Ruhestand befindenden „Wilden Kerle“. Dabei hinterlassen sie gemischte Gefühle. Trennung der Eltern, Patchwork-Familie, Opa Rudi leidet am Verlust seiner Frau, Alex fühlt sich schuldig am Tod seines kleinen Bruders: Henman spricht viele heikle Themen an, ohne alle befriedigend abzuhandeln. Dazu gibt’s hier noch jede Menge zwischenmenschliche Probleme zu lösen. Letztlich ein paar zu viel für einen Film, der mit Action und kessen Sprüchen doch in erster Linie unterhalten will.



Fazit: Der Ball ist rund, der Film nicht so.





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Datum:  11.3.2010
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