Die Story: Shinobi sind Ninja-Krieger mit speziellen übernatürlichen Fähigkeiten - da gibt es etwa einen Wolfsmenschen mit Reißzähnen und Stahlkrallen, eine Gift versprühende Schönheit oder eine Frau mit tödlichem Blick. Im Jahr 1614 verfügt der Shogun, zwecks Bestimmung seines Nachfolgers die besten fünf Krieger von zwei seit Jahrhunderten verfeindeten Shinobi-Clans gegeneinander antreten zu lassen. Doch ausgerechnet Gennosuke und Oboro, die jungen Anführer der beiden Lager, sind ein heimliches Liebespaar. Verzweifelt versuchen sie, den tödlichen Kampf zu verhindern.
Die Schauspieler: Japans Jungstar Jo Odagiri ("Bright Future") bleibt als Gennosuke etwas blass. An seiner Seite überzeugen vor allem Oboro-Darstellerin Yukie Nakama ("Ring: Birthday") und Martial-Arts-Held Tak Sakaguchi ("Versus").
Der Regisseur: Der aufwendig produzierte Film basiert auf einem Roman des berühmten Ninja-Autors Futaro Yamada und hat mit dem gleichnamigen, höchst erfolgreichen Computerspiel inhaltlich nichts gemein. Doch vor allem bei der Umsetzung der Kampfszenen orientiert sich Regisseur Ten Shimoyama ("Muscle Heat") durchaus an der Game-Ästhetik. Und ähnlich wie bei einem Videospiel verschwendet er auch keine Zeit mit tiefschürfender Charakterisierung der Figuren: Sie werden ruck, zuck eingeführt und in knackigen, eindrucksvollen Duellen nach dem Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip ins Jenseits befördert. Größte Stärke des Films sind dabei die atemberaubenden Bilder, nicht zuletzt die traumhaften Landschaftsaufnahmen. So verschmilzt Shimoyama die Epik eines Historienfilms mit temporeicher Action zu einer japanischen Form von Hochglanz-Popcorn-Unterhaltung.
Fazit: Simpel gestrickter, rasant inszenierter und optisch sensationeller Fantasy-Martial-Arts-Melodram-Mix - irgendwo zwischen Kitsch und Poesie, zwischen "Romeo und Julia", "X-Men" und "Hero".