Die Story: Als Handlanger für die Mafia ist es Joey Gazelles Aufgabe, Tatwaffen nach deren Gebrauch zu entsorgen. Statt die Knarren einfach in den Fluss zu werfen, hortet Joey sie allerdings bei sich zu Hause im Keller. Sein zehnjähriger Sohn Nicky und der Nachbarsjunge Oleg finden das Versteck, und als Letzterer ausgerechnet den Revolver mitnimmt, mit dem ein Polizist erschossen wurde, ist dies der Beginn einer Spirale der Gewalt. Denn kurz darauf schießt Oleg seinen Stiefvater an, als der ihn wieder einmal schlägt, und verschwindet spurlos. Klar, dass Joey die Waffe nun möglichst schnell wiederbeschaffen muss. Dabei sitzen ihm bald nicht mehr nur seine eigenen Bosse, sondern auch die Russenmafia, ein korrupter Cop, ein sadistischer Zuhälter und ein Kinderschänder-Ehepaar im Nacken.
Die Schauspieler: Dass der durch "The Fast and the Furious" bekannt gewordene Paul Walker einem Mafia-Handlanger entsprechende Kontur geben kann, war zu erwarten. Überraschend aber ist, wie brillant Cameron Bright ("Birth") hier einen Jungen spielt, der viel zu früh die Abgründe des Lebens kennen lernt.
Der Regisseur: Im Abspann seines zweiten Films nennt Wayne Kramer ("The Cooler") Sam Peckinpah, Brian De Palma und Walter Hill seine Vorbilder. Ob er sich mit diesen Meistern schon messen kann, ist jedoch nicht so entscheidend wie sein Verdienst, dem Action-Genre trotz inszenatorischer Verspieltheit die abhanden gekommene Ernsthaftigkeit zurückzugeben.
Fazit: Ein knallharter Action-Thriller mit gut ausgearbeitetem Plot sowie genauer Figuren- und Milieuzeichnung.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?