Die Story: Olive Hoover ist sieben Jahre alt, trägt ein scheußliches Brillengestell und ist ein bisschen pummelig. Das hindert sie nicht daran, sehnsüchtig auf die Teilnahme an der Kinder-Misswahl "Little Miss Sunshine" zu hoffen. Als ihre Konkurrentin krank wird, schlägt tatsächlich ihre Stunde. Und so macht sich die ganze Familie im klapprigen VW-Bus von New Mexico auf nach Kalifornien. Die Hoovers sind ein ziemlich schräger Haufen: Papa Richard ist ein ausgesprochen erfolgloser Motivationstrainer, Sohn Dwayne liest Nietzsche und hat ein Schweigegelübde abgelegt. Dann sind da noch Mama Sheryl, der Opa, der wegen Sex- und Drogeneskapaden aus dem Altersheim geflogen ist, und der suizidgefährdete Onkel Frank. Nachdem auf der Fahrt so ziemlich alles schiefgegangen ist, was schiefgehen kann, kommt der Trupp tatsächlich an der Stätte der Misswahl an. Und da warten noch ein paar Überraschungen auf die Hoovers ...
Die Schauspieler: Was für ein Ensemble! Ob Greg Kinnear als Vater, Toni Collette ("Muriels Hochzeit") als Mutter, der wunderbare Altstar Alan Arkin als Großvater oder US-Starkomiker Steve Carell als Frank - jeder brilliert auf seine Weise, und doch klappt das Zusammenspiel hervorragend. Die "Großen" werden indes allesamt von der umwerfenden kleinen Abigail Breslin an die Wand gespielt.
Die Regisseure: Gleich das Spielfilmdebüt des Ehepaars Valerie Faris und Jonathan Dayton ist ein Volltreffer. Auf dem Sundance Festival wurde der Streifen sofort zum Publikumsliebling und schaffte es danach sogar auf Platz 3 der US-Kinocharts. Keine Mätzchen, kein Kunstfilm-Gehabe: Das Regie-Duo Faris und Dayton konzentriert sich voll auf seine Schauspieler und schafft den Spagat zwischen bissiger Gesellschaftssatire und zu Herzen gehender Tragikomödie, verpackt als unterhaltsames Roadmovie.
Fazit: Ganz einfach: einer der schönsten Filme des Jahres!