Die Story: Gott hat die Faxen dicke. Er wendet sich von der seiner Meinung nach völlig verdorbenen Menschheit ab und schickt eine Legion Engel in apokalyptischer Mission auf die Erde. Nur Erzengel Michael ist anderer Ansicht als sein Chef. Darum kämpft er an der Seite einer Handvoll Menschen, welche in einem abgelegenen Diner in der Mojave-Wüste versammelt sind, gegen die gottgesandte Streitmacht unter Führung seines Kollegen Gabriel sowie gegen jede Menge zombiemäßiger Besessener. Unter den Belagerten befindet sich die hochschwangere Kellnerin Charlie, die sozusagen die Hoffnung der Menschheit in sich trägt.
Die Schauspieler: Paul Bettany gibt einen recht coolen, im Umgang mit irdischen Schnellfeuerwaffen überraschend geübten Schutzengel ab. Der Rest des Ensembles, darunter der immer öfter in der B-Movie-Nische zu findende Dennis Quaid („Der Flug des Phoenix“, „Pandorum“), steht mehr oder weniger in seinem Schatten.
Der Co-Autor und Regisseur: Scott Stewart kommt aus der Special-Effects-Ecke. Die von ihm mitgegründete Effekte-Schmiede The Orphanage mischte etwa bei aufwendigen Produktionen wie „Sin City“ und „Iron Man“ mit. Die digitalen Tricksereien sind denn auch bei „Legion“ nicht übel. Zudem weiß der Regisseur im und um das Diner eine schön schaurige präapokalyptische Atmosphäre heraufzubeschwören. Doch sobald in der Wüste die ersten Schüsse fallen, sinkt der Spannungspegel rapide. Statt sich wie einst John Carpenter in seinem Thriller „Assault – Anschlag bei Nacht“, der einem ähnlichen Szenario folgte, ganz auf den Überlebenskampf der Eingeschlossenen zu konzentrieren, lässt Stewart seine Protagonisten zwischen den Attacken langatmige Dialoge führen. Die sollen eine zwischenmenschliche Ebene etablieren, zögern aber nur den fälligen Erzengel-Showdown unnötig lange hinaus.
Fazit: Biblischer Horror-Trash, der seine hanebüchene Story mit allzu heiligem Ernst erzählt und dazu noch arg geschwätzig geraten ist.