Die Story: Harry (Robert Downey Jr.), ein ziemlich erfolgloser Kleinganove, gerät auf der Flucht vor der Polizei zufällig in ein Filmcasting und wird, weil er so authentisch wirkt, sofort für die Rolle eines Detektivs engagiert. Um sich darauf vorzubereiten, geht er bei einem schwulen Privatermittler (Val Kilmer) in die Lehre. Auf einer Party trifft er seine Jugendliebe (Michelle Monaghan) wieder, aus der mittlerweile eine ziemlich erfolglose Schauspielerin geworden ist. Bald verstricken sich die drei in einen undurchsichtigen Mordfall, in dem sich die Leichen immer mehr häufen.
Die Schauspieler: Der charismatische Robert Downey Jr. ("Chaplin", "Ally McBeal") präsentiert sich als liebenswerter Loser in ebenso glänzender Spiellaune wie Val Kilmer ("Batman Forever") in der Rolle des ruppigen Privatdetektivs. Michelle Monaghan ("Mr. & Mrs. Smith") macht als Femme fatale eine passable Figur.
Der Regisseur: Ende der 80er Jahre, nach "Lethal Weapon", galt Shane Black als bestbezahlter Drehbuchautor in Hollywood. Dieses fulminante Comeback nach acht Jahren Schreibblockade markiert zugleich sein Regiedebüt - und ist gespickt mit absurdem Humor, messerscharfen Dialogen und bissigen Seitenhieben aufs Filmbusiness. Wunderbar, wie Harry aus dem Off das Geschehen kommentiert, den Fortlauf der Handlung kritisiert und den Film sogar vor- und zurückspult. Keine einzige Dialogzeile, Szene oder Wendung der rabenschwarzen Geschichte lässt sich vorausahnen - das macht den Film so erfrischend.
Fazit: Hinreißend schräge Mischung aus Thriller, Komödie und Film noir - ein echter Geheimtipp!
102 Min.; CinemaxX Dammtor, Grindel, UCI (alle), UFA-Palast
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?