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Goal!

Die Story: Der junge Santiago Munez (Kuno Becker), der als Zehnjähriger mit seinem Vater aus Mexiko in die USA geflohen ist, hat einen großen Traum: Profifußballer zu werden. Der schottische Ex-Profi Glen (Stephen Dillane) entdeckt den jungen Latino in Los Angeles beim Kicken, wittert ein Ausnahmetalent und möchte ihm ein Probetraining bei Newcastle United verschaffen. Doch Santiagos Vater ist strikt gegen die Pläne: Sein Sohn soll einmal sein Geschäft übernehmen. Daraufhin haut Santiago einfach ab - nach England, wo er plötzlich vor Glens Tür in Newcastle auftaucht ...



Die Schauspieler: Kuno Becker, in seiner mexikanischen Heimat bereits ein großer Schauspiel-Star, ist für europäische Kinobesucher eine echte Entdeckung: Der charismatische junge Mann (der übrigens auch ein begabter Geiger ist und bereits mit sechs Jahren am Salzburger Mozarteum Violine studiert hat), überzeugt auf darstellerischem Parkett ebenso wie auf dem Fußballrasen. An seiner Seite glänzen unter anderem Stephen Dillane ("King Arthur") als integerer Talentscout und Alessandro Nivola ("Jurassic Park III") als draufgängerischer Starfußballer.



Der Regisseur: Mit diesem ersten Teil einer geplanten Santiago-Trilogie dürfte Danny Cannon ("Judge Dredd") der erste gute Hollywood-Fußballfilm gelungen sein. Klar, die Handlung ist ziemlich märchenhaft und die Dramaturgie so schlicht, wie es sich für einen Sportfilm gehört - auf einen Erfolg folgt garantiert ein Rückschlag, und das Ende dürfte kaum jemanden überraschen. Doch der Film ist trotzdem spannendes, flott gefilmtes Popcorn-Kino, das auch interessante Nebenaspekte bietet: etwa Santiagos Konflikt mit seinem konservativen Vater - oder seinen Status als illegaler Einwanderer, der zwar fließend englisch spricht, aber keinen US-Pass besitzt. Freunde des britischen Humors können sich zudem über herrlich skurrile Nebenfiguren freuen, Fußballfans über Kurzauftritte von David Beckham oder Zinedine Zidane.



Fazit: Packende, mitreißend inszenierte, gar nicht so dämliche Fußballer-Saga, die die Wartezeit bis zur WM entscheidend verkürzt.



118 Min.; UCI Othmarschen + Wandsbek, UFA-Palast



Santiago will gegen den Willen seines Vaters Profifußballer werden und braucht einen kühlen Kopf

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Datum:  27.10.2005
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Thomas Hirschbiegel

Aufschriften auf Firmenwagen sind immer wieder ein ergötzliches Thema. Jetzt stand ich am Eimsbütteler Markt hinter einem Transporter, auf dem stand: „Vor Ihnen fahren die Maler mit Freude am Beruf.“